Rotarides Mihály (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 34. (Budapest 1941)

Kolosváry, G.: Die an den Pfählen der Lagunen von Venedig lebenden Balaniden

Horizontale Verbreitung. Bei der horizontalen Verbreitung müssen wir zwei Hauptfakto­ren in Betracht ziehen uzw.: den Salzgehalt und die Reinheit des Seewassers. Salzgehalt. Am empfindlichsten ist Chthamalus stellatus stellatus, der am freien Seeufer und an den großen Kanalmündun­gen vorkommt: Porto di Chioggia (Laguna bassa), wo der Salz­gehalt-Mittelwert 29.6 °/oo beträgt; Porto di Malamocco (Laguna media), Mittelwert 28.9 °/ 00 und Porto di Lido (Laguna alta), Mittel­wert 28.0 °/ 00 . — Abwärts vom Seeufer dringt die Art in die Lagunen bis Settemorti, Alberoni, Quattrofontane, Porto di San Francesco und San Francesco Deserto vor. — Balanus tintinnabulum tintinna­bulum ist nur in einer Stelle (Canaletto Barbariga bei Porto di Chioggia) zu finden, wo der Salzgehalt-Mittelwert 29.6 °/ 00 beträgt. — Balanus eburneus kommt in der ganzen Umgebung von Chioggia vor und dringt bis zu folgenden Punkten vor: Millecampi, Averto, Fusina, Canale San Secondo (nur bei der Stadt Venedig), Canale Dese und Pordelio und ist also gleichmäßig in Salz- und auch in Brack­wasser vorhanden. — Am weitesten dringt aber Balanus amphitrite communis vor. Seine horizontalen Verbreitungspunkte entsprechen denen der Art Balanus eburneus, doch geht B. a. c. an manchen Stellen noch weiter, uzw. bis Canaletto di Lova, Canale Vittorio Emanuele III. Cavallino in der Gegend der Piave-Mündung. Beide Arten leben noch bei einem Salzgehalt von 26.35 und 19.4 °/ 00 (Um­gebung des Canal Dese). Der Salzgehalt ist nach ROCH (5) ange­geben. Reinheit des Wassers. Im industriell verunreinigten Wasser kann nur Balanus amphitrite communis leben und sich fort­pflanzen (Canale Vittorio Emanuele III.). An der Mündung des Kanals von San Secondo tritt aber auch Balanus eburneus auf, doch ist hier der Grad der Verunreinigung nicht so stark wie im Kanal Vittorio Emanuele III. —• Die Exemplare von Balanus amphitrite communis und eburneus dringen weiter ins Süßwasser vor als Teredo navalis und gedeihen noch in den völlig verunreinigten Industrie­gewässern bei Marghera sehr gut (nur Balanus amphitrite commu­nis!). Das Wasser ist dort ganz gelb und undurchsichtig („Gelbes Meer"). Die Pfähle sind unter und über dem Wasserspiegel voll­kommen mit Naphtha überzogen, so daß es aussieht, als seien sie mit Teer bestrichen worden. Letzteres ist aber nicht der Fall, son­dern der „Anstrich" besteht von aus dem Seewasser abgesetztem Schweröl (Naphtha). Wie ich es schon erwähnt habe, wurden einige

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