Rotarides Mihály (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 34. (Budapest 1941)
Kolosváry, G.: Die an den Pfählen der Lagunen von Venedig lebenden Balaniden
M y t i 1 e t a. Mytilus galloprovincialis LAMARCK forma magna, Balanus amphirite communis DARWIN und eburneus GOULD, Reniera luxurians O. SCHMIDT an den Pfählen unmittelbar unter dem Wasserspiegel, Ostrea adriatica LAMARCK und andere untergetauchte Lebewesen. In den obersten Zonen sind die Exemplare der Balaniden (hauptsächlich Chthamalus stellatus stellatus) immer kleiner; Exemplare, die in die Balaneta-Region eindringen, sind größer (s. Abb. 1, 2 und 3.). Bei Balanus amphitrite communis und eburneus liegen die Verhältnisse ähnlich. Von Punta Sabbioni, Segnale dell'Ancoraggio erhielt ich 5 Brettstücke und eine Zementplatte, die dicht mit Balaniden besiedelt waren. Wie aus Abb. 2. ersichtlich ist, kann hier die zonale vertikale Anordnung der Balaniden sehr gut beobachtet werden, so daß es geradezu ein Schulbeispiel darstellt. Ganz oben sitzen kleine Chthamalen, unter ihnen kleine Chthamalen gemeinsam mit Balanus amphitrite communis, noch tiefer fanden wir die größeren C/i^/iama/us-Exemplare mit Balanus amphitrite communis und ganz unten nur Balanus amphitrite communis. Dieser Assoziation gehört auch eine Bryozoe an. — In Bacino di San Marco fand ich ein Holzstück, auf welchem die Assoziation von Balanus amphitrite communis und Chthamalus stellaius stellatus zu finden war. Im obersten Niveau waren kleine Exemplare von Chthamalus angesiedelt, in der Mitte größere Exemplare, während ganz unten schon eine reine Balanus amphitrite communis Population zu finden war. Diese zonale Anordnung der erwähnten drei Formen ist auch in den übrigen Fällen zu erkennen. Im Allgemeinen kann man feststellen, daß die kleineren Formen von Balanus amphitrite communis und Chthamalus stellatus stellaius fast immer in den obersten, zum Teil trockenen Zonen zu finden waren, die Riesenexemplare aber (hauptsächlich von Balanus eburneus) im tieferen Wasser. In Venedig fehlten die Riesenexemplare der Biotopform Chthamalus stellatus stellatus (POLI) forma cirraia KOLOSVÁRY ganz! An ihrer Stelle waren nur winzige Individuen der typischen Form zu finden. Zur Erklärung kann man anführen, daß das Süßwasser sich immer nur ganz oberflächlich über das Seewasser schichtet und deshalb können in den obersten Schichten die Balaniden nicht in vollentwickeltem Zustande vorkommen. Darum waren die dominanten Exemplare (die vollentwickelt erscheinen) in der Nähe des freien Seeufers zu finden.