Rotarides Mihály (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 34. (Budapest 1941)

Kretzoi, M.: Betrachtungen über das Problem der Eiszeiten. (Ein Beitrag zur Gliederung des Jungtertiärs und Quartärs)

maticiim beginnenden und im Quartär kulminierenden Regressions­phase der jüngsten „Alpeniden". Doch gestaltet sich diese transgressive Vorphase nicht ganz ein­lach, da sie durch zwei Rückschlagswellen (Nachphasen) der ober­oligozänen Kulmination gestört wird. Es sind dies zwei Regressions­rückschläge, markiert durch die beiden steirischen Faltungen zwi­schen Burdigal-Helvet und Helvet-Torton. Im oberen Torton beginnt eine Regression (älteres Sarmai) als ersie Welle einer Serie von Vorstößen, die einander bis zum Jung­pleistozäen in geschlossener Reihe folgen. Der schwächeren Hebung im älteren Sarmat (Volhynium) folgt ina Jungsarmat (Chersonium) eine Egression großen Stils, die in den attischen Faltungen gipfelt. Die darauffolgende Transgressionsphase entspricht dem Mäotikum und Pontikum Osteuropas. Nach dieser wird eine ebenfalls starke Egression registriert, begleitet von den rhodanischen Faltungen (Dacicn, Aktschagyl-Sehichten, JJnio Wetz­/eri-Schichten). Fine weitere Senkung fällt mit dem Plaisancium-Pia­centinicum zusammen, wo uns aber unsere tektonische Methodik in­folge des Fehlens zuverlässiger Daten in Stich läßt, da sämtliche jüngeren orogenetischen Vorgänge zusammengefaßt werden (walla­chische Dislokationen). Weitere Daten erhalten wir nur mehr durch die Stratigraphie, die eine Reihe weiterer Oszillationen registrieren kann, wie dies im nächsten Kapitel besprochen werden soll. Hier sei nur noch erwähnt, daß die Totalegression nach stufenweise erfolgten Hebungen wahrscheinlich im Hochglazial erreicht w 7 urde. 4. Sedimentationszyklen. Die Resultate, die aus der zyklischen Aufeinanderfolge trans­gressiver und regressiver mariner Ablagerungen gezogen werden kön­nen, wurden im vorangehenden Kapitel bereits ausgewertet. So kann ich mich hier auf einige im Allgemeinen nicht genug berücksichtigte Daten der marinen Sedimentation, sowie auf Fälle der terrestrischen Sedimentbildung beschränken, die von unserem Standpunkt aus eine wichtige Rolle spielen. Die marinen Sedimente werden nicht nur nach der Korngröße des Materials in bathymetrische Zonen eingeteilt, indem die grobkör­nigsten von ihnen (Gerolle, Schotter, usw.) nur als Ufersedimente betrachtet werden, während die großen Tiefen nur die feinste Frak­tion enthalten können. Es w T ird auch behauptet, daß stark kalkige Sedimente und besonders Kalke als Flachseesedimente gelten müssen, Annales Musei Nationalis Hungarici XXXIV. 5

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