Rotarides Mihály (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 34. (Budapest 1941)
Kretzoi, M.: Betrachtungen über das Problem der Eiszeiten. (Ein Beitrag zur Gliederung des Jungtertiärs und Quartärs)
während mit der Tide auch der Kalkgehalt abnimmt und die Tiefseesedimente äußerst kalkarm sind. Das trifft zu. doch ist nicht zu vergessen, daß die Ursache dieser Erscheinung rein thermisch ist; im kalten Wasser bleibt nämlich die Kalkbildung aus. Dadurch wird aber ein Ausbleiben der Kalkschichten nicht nur in den Tiefengewassern verursacht, sondern auch im Meereswasser kalter Klimazonen (auch in der Uferzone). Ziehen wir nun alle diese Tatsachen in Betracht, so müssen wir uns viel weniger mit Tiefseesedimenten zwischen Regressionsschottern, u. a. beunruhigen. Außerdem paßt der größte Teil der bekannten kalkfreien Meeresablagerungen und Meerestone ohne weiteres in die großen Regressionsperioden hinein, als Zeichen einer durch die Fauna beweisbaren Temperaturerniedrigung, die in mehreren Regressionskulminationen zu Glazialerscheinungen führte. Es dürfte wohl genügen, wenn ich auf die permischen Sandsteine, die germanotype Trias-Ausbildung, das Danién, den Rüpel ton, die aquitanen Schotter und Congerienschichten, oder Daten aus dem englisch-belgischen PlioPleistozän verweise. Von den Kontinentalablagerungen möchte ich nur kurz den SüHw r asserkalk, die Kohlenlager- und Schotterdecken, sowie die Lößbildung streifen. Travertinbildungen halte ich ebenso, oder in noch höherem Maße als basische Eruptiva für vollwertige Beweise einer Phase ohne Tangentialpression, also einer Transgression; noch deutlicher ausgedrückt, ich stelle sie gleich hinter den Beginn der Transgression (also in die Periode der Ausbildung des Bruchliniensy stems). Sie sind die empfindlichsten Indikatoren der Tektogenese, da sie beim ersten Einsetzen einer (am Ende evtl. in einer Orogenèse gipfelnden) Tangentialkompression verschwinden. Deshalb verdienen sie ein viel größeres Interesse von Seiten der Tektoniker, als ihnen bisher gewidmet wurde. An Beispielen wird es vielleicht genügen, die Süßwasserkalke des Aquitan zu erwähnen (mit welchen in Westeuropa das terrestre Neogen begonnen wird), oder die ausgedehnte Travertin-Bildung aus Ungarn unweit von Budapest, die sich in wenigstens drei Etappen (Barótium, Cromerium und Mousterien-Löss 2 ) bildete, zu welchen als vierte die heutige gerechnet werden kann. Was die stratigraphische Rolle der Kohle betrifft, so sei betont. 2 Tata ist ein glänzender Beweis für die Komplikation der Vereisungsprobleme; tektonisch könnte es . nämlich ein Interglazial sein, doch spricht die Fauna für ein arid-kaltes Klima.