Rotarides Mihály (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 34. (Budapest 1941)

Noszky, J.: Paläogeographische Kartenskizzen als Beitrag zur Kenntnis der Entwicklungsgeschichte des Tertiärs in Ungarn

2r her für .zweckmäßig, weitaus kleinere Zeiteinheiten als Grundlage anzunehmen, um dadurch die auch so noch vorhandenen Ungewiß­heiten und die sich aus den Wiederholungen in der Aufeinander­folge der paläogeographischen Erscheinungen ergebende Uber­schichiung auf ein möglichst geringes Ausmaß herabzusetzen. Eine natürliche, ideale Darstellung der Veränderungen in den paläogeographischen Erscheinungen könnte nur filmait ig, d. h. immer nur für einzelne bestimmte Zeitpunkte erfolgen. Ein solches Verfahren ist jedoch nicht nur eine physikalische Unmöglichkeit, sondern läßt sich auch wegen der Unvollkommenheit der als Be­weise dienenden Angaben, der Verschiedenartigkeit der Beobach­tungen und deren wechselnde individuelle Beurteilung nur schwer auf einen gemeinsamen Nenner bringen. Selbstverständlich treten alle diese objektiven und subjektiven Schwierigkeiten auch bei den hier zu behandelnden, kleineren erdgeschichtliehen Einheiten stark in Erscheinung. Hauptsächlich war damit zu rechnen, daß die zeitlich aufeinanderfolgenden Forschungen und Feststel­lungen voneinander stark abweichen würden und oftmals nicht einmal in A ergleich gezogen werden könnten. So bezog sich z. B. die frühere Bezeichnung ., Ober-Mediterran", die ausschließlich auf die Verhältnisse des Wiener Beckens, d. i. des inneren Alpen­beekens basiert war, im Wesentlichen nur auf die Serie der I eithakalksteine, also auf das Fortonien. Das darunter liegende ..Unter-Mediterran" vertrat aber im Gegensatz dazu nicht weniger als drei heute bekannte Stufen, uzw. das Helvetien, das Burdi­galien und das Aquitanien. Derartige, oder ähnliche Bezeich­nungen sind nun heute ohne eingehendere Revisionen meistens unmöglich zu deuten, oder zu umgrenzen. Stellenweise sind aber nur noch bedeutend ältere, noch primitivere Feststellungen vor­handen, die mit den Detailangaben aus gewissen, leichter zugäng­lichen und daher auch eingehender durchforschten Gebieten auf keine Weise in Einklang gebracht werden können. Eine Neubear­beitung dieser Gebiete würde aber unter den heutigen, sich an­dauernd, gleichsam in geometrischer Reihe steigernden Ansprü­chen auch unter der Mitwirkung von zahlreichen Geologen eine liesenhafte Arbeit von Jahrzehnten bedeuten, selbst dann, wenn die Aerhältnisse günstiger liegen würden, als sie heute in Ungarn liegen. Deshalb ist wohl die Herstellung von genaueren, weniger an­fechtbaren paläogeographischen Karten, sowie das Zusammen-

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