Rotarides Mihály (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 34. (Budapest 1941)

Kretzoi, M.: Sirenavus hungaricus n. g., n. sp., ein neuer Prorastomide aus dem Mitteleozän (Lutetium) von Felsőgalla in Ungarn

Mokattam mit Eotheroides PALMER (Eoíherium OWEN, nec LEIDY), als morphologisch primitivster Form. Unter den Typen der darauffolgenden Entwickungsstufe bildet Archaeosiren ABEL aus dem oberen Mokattam (oberes Eozän oder besser unteres Oligozän) das brachycephale Extrem. In der Mitte steht Eosiren ANDREWS, ebenfalls aus dem oberen Mokattam. Die dolichocéphale Gruppe beginnt mit einer Eotheroides an Größe etwas nachstehenden schlanken Form des unteren Mokat­tam (ABEL'S Individuum IX. von Eoíherium aegypiiacum; 4), die durch die vollkommene Reduktion der medianen Teile der Nasalia (nur der Lateralrand ist erhalten, der als Bindeglied im Stützbalken­System Intermaxillare-Nasale-Frontale funktioniert), durch die Ver­längerung der medialen Vorderkante der Frontalia zu fingerartigen Fortsätzen bis zum Hinterrand der Nasalapertur, sowie durch den am Vorderhirn-Abschnitt entschieden breiteren Hirnschädel-Aus­guß (Individuum IX. und IL von ABEL) von allen übrigen Sirenen deutlich abweicht. Deshalb trenne ich diese Form als besondere Gattung unter dem Namen Masrisiren Abeli n. g. n. sp. von den vor­her erwähnten Gattungen ab. Denselben Bauplan wie beim ABEL­schen Ind. IX. von „Eotherium aegypiiacum 1 ' können wir auch bei ANDREWS' „Eosiren libyca" aus dem Jahre 1906 (5) feststellen. Eine Weiterentwicklung in der Reduktionslinie Archaeosiren­Eosiren kann in Manatherium HARTLAUB des mittel- und west­europäischen Mitteloligozän (Rupelium) erkannt werden. Unter den Miozänformen steht Thalattosiren SICKENBERG an der brachycephalen Flanke der Gruppe als ihr interessantes Extrem. Diese Gattung erinnert einigermaßen auch an das Manatherium des Mitteloligozän, doch können keine näheren Beziehungen zwischen den beiden Gattungen vermutet werden, da Thalattosiren besonders in Bezug auf die Reduktion der Nasalia primitiver ist als die geolo­gisch ältere Form. Die zweite Gruppe miozänen Alters ist Metaxytherium DE CHRISTOL, eine in Bezug auf ihren Arten-Umfang noch recht man­gelhaft bekannte Gattung. Die Typus-Form, M. Cuvieri steht Masrisiren ungemein nahe, so daß ein genetischer Zusammenhang mit dieser Eozän-Gruppe als gesichert betrachtet werden kann. Von noch jüngeren Formen kann noch Felsinotherium CAPELLINI dieser Reihe zugezählt werden, zumindest F. Serresi (GERVAIS), das sich an die Stammlinie Masrisiren-Metaxytherium anschließt. Ob. F.

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