Rotarides Mihály (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 34. (Budapest 1941)

Kretzoi, M.: Sirenavus hungaricus n. g., n. sp., ein neuer Prorastomide aus dem Mitteleozän (Lutetium) von Felsőgalla in Ungarn

Forestii CAPELLINI selbst und damit auch die Gattung Felsinolherium Iii eh er gehört, kann ich nicht sicher entscheiden. Ein weiteres Glied dieser Linie, wenn nicht ein parallel spezia­lisiertes Glied aus der Gruppe der Archaeosiren-Abkömmlinge ist Cheirotherium subappeninum BRUNO, eine Art, die allgemein zu Fei­sinotherium gestellt wurde, jedoch mit Unrecht, was schon aus der außerordentlichen Brachycephalie allein zu sehen ist. Da der BRUNO'­sche Gattungsname invalid ist, schlage ich vor, diese Gruppe als Halysiren (n. nom.) zu bezeichnen. Als dritte (indifferent-primitive) Reihe habe ich bereits Pro­rastomus OWEN und Sirenaous n. g. erwähnt. Die vierte (dolichocéphale) Reihe ist durch Proihoierium DE ZIGNO vertreten. (Obereozän, Italien). Die fünfte (dolichorostrale) Reihe scheint mit Protoiherium gleichsinnig spezialisiert zu sein, natürlich nur was die Evolution der nasofrontalen Gegend betrifft. Der scheinbar große Unterschied liegt darin, daß Prototherium am Anfang dieser Evolution stand, während Desmostylus MARSH, der mit Cornmallius HAY und möglicherweise auch Neodesmostylus KHOMENKO eine scharf umgrenzte Gruppe bil­det, im Lauf der Entwicklung eine unter den Säugetieren alleinste­hende Stufe erreichte, indem die Nasalia nach vorne von den in der Medianlinie zusammenstoßenden Intermaxillaria von der Apertúra pyriformis verdrängt werden. Dazu kommen noch Merkmale des Scbnauzenabsclmittes, der Schädelbasis, sowie besonders der Bezah­nung, die ein Gesamtbild ergeben, das viele Forscher zum Einreihen dieser merkwürdigen Gruppe zu den Proboscidea, ja sogar zu den Monotremata bewogen. Außer den liier in Stammesreiheii zusammengefaßten Formen sind uns noch mehrere Gruppen bekannt, die aber entweder zu man­gelhaft belegt sind, oder, wie z. B. die geologisch jüngsten Gattun­gen, bzw. die drei rezenten Sirenen-Gattungen in der Frontonasal­partie schon so weit spezialisiert sind, daß die Beziehungen zu den primitiveren Formen nicht mehr ermittelt werden können. So kann also nicht entschieden werden, ob Hesperosiren SIMPSON mit seinen verborgenen Nasalia das Endglied einer an Manatherium und Thalattosiren erinnernden Reduktionsrichtung ist, oder zusam­men mit Hydrodamalis RETZIUS, mit welcher Gattung es sehr viel Gemeinsames besitzt (natürlich ist wieder nicht zu entscheiden, inwie­weit diese Übereins Innungen bloß äußere Konvergenzerscheinun­gen sind, die auf gemeinsamer Reduktion der im Oberkiefer zurück­zuführen sind) eine getrennte Linie darstellt.

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