Pongrácz Sándor (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 31. (Budapest 1938)
Kretzoi, M.: Die Raubtiere von Gombaszög nebst einer Übersicht der Gesamtfauna. (Ein Beitrag zur Stratigraphie des Altquartaers)
hier Textf. 2 fg. mit HINTON, 10, Fig. 65/17, 20), oder M. arvalinus HINTON (Z. B. Textf. 2 i mit HINTON'S Fig. 65/5, 8—9, etc.), bestimmt werden. Auch die hier kurz charakterisierte Form „Pliomys" progressus nähert sich dem Microtus arvalinus viel besser als einer Dolomys-Avt. Das alles spricht dafür, daß in diesen „Pliomys"Formen eigentlich primitive Microtus-, bzw. Chionomy^-Formen vorliegen mit im Alter noch bewurzelten Backenzähnen. Doch steht mir hier viel weniger Raum zur Verfügung, als diese Frage eingehender diskutiert werden könnte; eine detailiertere Behandlung dieser Fragen beabsichtige ich gelegentlich der später zur Veröffentlichung kommenden Bearbeitung der Nager und Huftiere dieser Fauna zu widmen. Microtus cf. coronensis KORMOS. Ein Unterkieferstück steht seinen odontologischen Eigenschaften nach zwischen M. arvalinus von Brassó (12, p. 11—12) und M. coronensis, doch nähert es sich in der Komplikation der Mi-Vorderpartie eher der letzteren Form, so daß ich es zu diesem stelle, als eine primitivere Variante. Clethrionomys sp. indet. Ein Schädelstück, sowie etliche Unterkieferbruchstücke vertreten wahrscheinlich eine Form der C. rutilusGruppe. Cricetus runtonensis NEWTON. Ein Unterkiefer mit 9"0 mm. langer Backenzahnreihe, drei Femora, 2 defekte Humeri, ein Radiusfragment, etc. stimmen in ihren Dimensionen mit denen des Riesenhamsters der altpleistocaenen Faunen, den NEWTON (13, p. 110—113) aus dem Forest Bed von West Runton als C. cricetus runtonensis beschrieb. Weitere Reste sind durch F. HELLER (11, p. 262) aus der Sackdillinger Höhle, K. SCHIRMEISEN (14, p. 42) aus der Stranska Skala endlich S. SCHAUB (15, p. 27) aus Brassó (Fortyogóhegy), vom Nagyharsányhegy und von Püspökfürdő bekannt geworden. SCHAUB vermutet übrigens die altpleistocaenen Riesenhamster einfach mit demjenigen der Wypustekhöhle, also mit einer spätglacialen Form, vereinigen zu dürfen und führt alle diese unter dem Namen C. cricetus major WOLDRICH vor, was trotz der dimensionellen Übereinstimmung und dem Fehlen positiver morphologischer Differenzen doch unwahrscheinlich ist. Allocricetus bursae SCHAUB. Eine Maxiila mit P 4 —M 2 stimmt so in den Dimensionen (Länge der Backenzahnreihe 5'2 mm), wie im Bauplan der Zähne vollkommen mit der von S. SCHAUB (15, p. 33) aus Brassó, Magyarkő, Villány und Beremend beschriebenen Form dieser altquartaeren Kleinhamstergattung überein, die übrigens auch