Pongrácz Sándor (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 31. (Budapest 1938)
Kretzoi, M.: Die Raubtiere von Gombaszög nebst einer Übersicht der Gesamtfauna. (Ein Beitrag zur Stratigraphie des Altquartaers)
von F. HELLER (6, p. 265) als Cricetulus sp. fossilis aus der Saekdillinger Höhle beschrieben wurde. Glis glis ssp. (?antiquus KORMOS). Ein Unterkiefer dem die ganze Backenzahnreihe fehlt, stimmt in seinen Dimensionen (Länge •der Backenzahnreihe an den Alveolen gemessen 7"2) mit dem mitteleuropäischen Glis glis, übertrifft dagegen Glis glis sackdillingensis HELLER (6, p. 281) sehr beträchtlich (Backenzahnreihe 5*9—6'4 mm lang), G. glis antiquus KORMOS (16, p. 242. Backenzahnreihe 6'2 —70 mm) ein wenig. KORMOS erwähnt aus Brassó Glis glis L. aus VillányKalkberg Glis hofmanni KORMOS (in litt.) Hystrix sp. ind. Eine nicht näher bestimmte Hystrix-Art ist aus Gombaszög neben einigen Unterkieferfragmenten durch eine Menge loser Zähne relativ gut belegt. Hystrix kommt im Ungarischen Altpleistocaen nach KORMOS bei Püspökfürdő und Brassó vor. Castor sp. ind. Eine Reihe verschiedener Zähne ist einem Castor zuzuschreiben, der aber mit C. fiber nicht ohne weiteres zü identifizieren ist. Eine Bearbeitung der ungarischen Castoriden habe ich vor einigen Jahren begonnen, doch mußten neben vielen anderen auch diese Untersuchungen infolge anderweitiger Beanspruchung (als kartierender Ölgeologe) einstweilen eingestellt werden. Diese Arbeit wird aber kürzlich doch beendet, so daß auch dieser Frage eine eingehendere Würdigung zuteil wird. So beschränke ich mich auf die Feststellung, daß hier eine von C. fiber gut trennbare, phyletisch tiefer stehende Form vorliegt. Allerdings können die Prinzipien, die zur Gründung der bekannten Formen (praefiber DEPÉRET, issiodorensis CROIZET et JOBERT, plicidens und rosinae MAJOR, ebeckyi KRENNER, spelaeus GOLDFUSS, priscus SCHMERLING, etc.) führten, bei einer modernen Systematik keineswegs angewendet werden. „Trogontherium cuvieri FISCHER". Neben dem echten Castorinen sind die Trogontheriinae in der Fauna durch das Fragment eines unteren I, einen oberen M, einen unteren P 4 , sowie verschiedene Extremitätenknochen vertreten. Dieselbe Form ist von A. SCHREUDER als Trogonfherium cuvieri aus Püspökfürdő beschreiben worden. Da ich in meiner Castoriden-Revision auch diese Form mit den anknüpfenden Problemen eingehender diskutieren beabsichtige, sehe ich von einer weiteren Behandlung dieser Form ab. Ochotona sp. ind. Ein einziger Unterkieferkörper eines jungen Tieres repräsentiert in der Fauna den Pfeifhasen. Im ungarischen Altquartaer ist Ochotona nach KORMOS (in litt.) in den Faunen von Beremend, Püspökfürdő und Brassó vertreten.