Pongrácz Sándor (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 31. (Budapest 1938)

Kretzoi, M.: Die Raubtiere von Gombaszög nebst einer Übersicht der Gesamtfauna. (Ein Beitrag zur Stratigraphie des Altquartaers)

(Pliomys) aus Püspökfürdő beschriebene und von HINTON in seiner Monographie (10, p. 342) zu Dolomys gestellte Form kommt nach KOR­MOS auch noch am Villányer Kalkberg und am Nagyharsányberg vor. In Gombaszög tritt sie in zwei typischen bezahnten Unter­kiefern auf. „Pliomys" progressus n. sp. (Abb. 2. k). (Holot.: $Ct. 17.) Diese durch drei bezahnte Unterkiefer vertretene Form kann als kompli­ziertestes Endglied der aus D. episcopalis-lenki-depressa-(hunga­ricus-) intermedia-inflexa bestehenden morphologischen Reihe be­trachtet werden. Doch ist die Vorderpartie ihres P 4 auch dem kom­pliziertesten inflexa-Z&lm gegenüber (den übrigens auch HELLER (11, p. 271. Taf. XIX. Fig. 17—19.) nur als „forma inflexa" gesondert Iii eher gestellt hat) so hoch specialisiert, daß mir eine Abtrennung von dieser Gruppe vollkommen berechtigt zu sein scheint, Dimen­sionen stimmt die Gombaszöger Form (Länge des M x 28 mm) mit D. episcopalis und lenki gut überein. Morphologisch ist die schon bei D. lenki-hungaricus sehr vorgeschrittene Komplikation der Vor­derschleife am Mi so weit gekommen, daß dieselbe bereits schon eine weitere „vor-vordere" abgeschnürt hat, welche von der primitiven Vorderschleife des D. episcopalis nur mehr in der viel weniger tiefen P'inbuchtung der Inneseite und noch etwas geringeren Größe ab­weicht. Aus der auf Textf. 2. wiedergegebenen morphologischen Serie 3 erhellt übrigens diese von D. episcopalis zu D. progressus über­führende vorschreitende Komplikation im Bau der Mx-Vorderpartie sehr gut. Aus dieser Zusammenstellung kann auch die Folgerung gezogen werden, daß neben D. episcopalis nur D. lenki und D. pro­gressus als gute Arten unterschieden werden können; die HEL­LER'schen Varianten depressa, intermedia und ienuis fließen mit einander und mit D. hungaricus KORMOS (6, p. 315—317.) zusammen und können nicht aus dem normalen Variationskreis des D. lenki ausgehoben werden. Höchstens könnte man HELLER'S forma tenuis von lenki separieren, doch scheint auch diese eher ein Jugendstadium dieser Art zu verkörpern. Endlich möchte ich noch hervorheben, daß der Umstand, daß zwischen dem typischen Dolomys (also milleri^ Gruppe) und MÉHELY'S Pliomys (episcopalis-GTuppe) einerseits keine dimensioneilen Zwischenglieder entdeckt werden konnten, anderer­. i 3 Von einer phylogenetischen Serie können wir natürlich nicht sprechen, wenn auch die phyletische Entwicklung dieser Zahnelemente höchstwahrscheinlich auf ähnlichem Wege ablaufen mußte, da Anfangs- und Endlied nebeneinander, in einer und derselben Fauna lebten.

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