Csiki Ernő (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 27. (Budapest 1930-1931)
Lehrs, P.: Westasiatische Elemente in der Herpeto-Fauna Europas
laiifes befinden. So hat KIRITZESCU 1 ) sie 1901 auch für einige rumänische Stationen im Donautale angegeben. Budapest aber bildete bislang anscheinend den einzigen nördlichen Posten ihrer Ausbreitung in Ungarn. Allein 1927 gelang es mir, gelegentlich jener Exkursion, die, den Abschluss des zehnten internationalen Zoologen-Kongresses zu Budapest bildend, uns nach Debreczen (Debreczin) führte, am 12. September, auf der Hortobágy- Puszta das Vorhandensein von Lacerta taurica zu erweisen. Hiermit ist der Nachweis erbracht, dass sie in der ungarischen Grossen Tiefebene auch im Theiss - Gebiet heute noch ausserordentlich weit nordwärts verbreitet ist. Wie nun zuweilen ein an sich begrenzter, aber starker Einzelein druck für unser Gesamtstreben Richtung gebend werden kann, so hat, wie ich jetzt bekennen muss, jene kleine Entdeckung auf dem Boden meines Mutterlandes mich zur Erforschung eines Problems hingeleitet, dessen Bedeutung — seit Jahren nicht mehr zu übersehen — bei näherem Zusehen stetig wuchs. Gleich im folgenden Frühjahre, am 4. März 1928, glückte mir die Feststellung, dass Lacerta muralis muralis LAUB, sogar auf Oberbayerischen Boden, im Inntale, unweit der nordtiroler Grenze noch vorkommt. Diese heute recht isolierten Gebiete der echten Mauereidechse nördlich des Brenner — es handelt sich nur noch um einige ganz spärliche Fundstellen im Unter- und Oberinntale — tragen deutlich den Charakter von Relikt-Populationen. Es finden sich vielfach an j eweils gleicher Stelle noch einige andere faunistische wie auch floristische Elemente heute südländischen, beziehungsweise pontischen W T esens. Im Sommer 1928 gelangte sodann eine sehr merkwürdige GrossL a z e r t e zu meiner Kenntnis. Dem äusserst rührigen ersten Vorsitzenden der Augsburger Gesellschaft für Aquarien- und Terrarienkunde ,,Wasserstern", Herrn RIEDL, war es gelungen, aus Donau-Bulg a r i e n unter anderen ausgesprochen östlichen Reptilienformen, wie Elaphe quatuorlineata sauromates PALL., Coluber jugularis caspius GMELIN, und Lacerta, taurica (PALL.) auch eine Anzahl ,,Smaragdeidechsen" zu erhalten. Unter diesen gehörte die Mehrzahl zu Lacerta viridis viridis LAER., indessen einige wenige ziemlich erwachsene, wie auch ein Jungtier besonders auffallender Erscheinung ganz entschieden nicht. Da der Pfleger p. 315.