Csiki Ernő (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 27. (Budapest 1930-1931)

Lehrs, P.: Westasiatische Elemente in der Herpeto-Fauna Europas

1931 in den Südhängen des östlichen Balkan bei K o t e 1, in etwa 600 m Seehöhe persönlich antraf. Auf der Ionischen Insel L e v k a s (=Santa Maura) habe ich sie 1911 im April gesammelt; übrigens auf Sandstrand, an der Ostseite der Insel, direkt an der zwischen ihr und dem Akarna­nischen Festlande befindlichen Lagune. 1 ) Dieser Standort verdient hervor­gehoben zu werden, weil FEJERVÁRY 2 ) seinerzeit geneigt war, einen Fund SIEBENROCK'S bei V a 1 o n a (heutiges Albanien) ,,auf sandigem Strand­boden" als Ausnahme anzusehen. In Ungarn, wo Ablepharus im all­gemeinen auf teilweise bebuschtem und mit kalkigem oder tonigem Gestein durchsetztem Wiesengrunde lebt, ist er, nach FEJÉRVÁRY'S zweiter Arbeit jetzt aus sechs Komitaten bekannt ; wobei die verein­zelten Fundstellen am gebirgigen Nordufer des Plattensees vorerst wohl als westlichste, die bei Garamkövesd als nordwest­lichste und die bei Eger am Bükkgebirge als nördlichste seiner heutigen Verbreitung auf ungarischen Boder gelten können. Bis in die Budapester Gegend, ähnlich dem Ablepharus wohl gegen Nordwesten durch das Transdanubische Schollengebirge in ihrer heu­tigen Ausbreitung im wesentlichen begrenzt, findet sich ferner eine aus­gesprochen westasiatische Züge aufweisende Natterart, Coluber jugularis caspius GMELIN. Im Jahre 1894 wurde durch L. v. MÉHEEY das Vorkommen der Lacerta praticola EVERSMANN bei Herkulesbad in dem nördlich von Orsova gelegenen Cserna-Tale angezeigt. KIRITZESCU wies sie dann für Rumänien nach, KOWATSCHEFF 1912 auch für Bulgarien. 1902 überraschte MÉHEEY '•'') uns sodann durch die Feststellung, dass in unmittelbarster Nähe von Budapest, am linken Donauufer, ausserdem noch bei Szabadka, ferner zwischen Nemes -Militics und Z o m b o r. sowie bei Újvidék (Neusatz) und schliesslich auch in der Umgebung von Kecskemét, südlich von Budapest Lacerta taurica PALL. lebt. In der Folge konnten dann noch einige Fundstellen der taurischen Eidechse festgestellt werden, die sich allesamt im Zuge des Donau­') Pu. LEHBS : Ber. Vers. Deutscher. Naturf. u. Ärzte. Karlsruhe i. B. 1911. -) Neuere Angaben über die geographische Verbreitung des Ablepharus panno­nicus KITZ, in Ungarn (Verh. zool.-bot. Ges. Wien 1917, p. 164). : ) Lacerta taurica PALL., eine neue Eidechse der ungarischen Fauna. (Ungarisch.) (Állattani Közlemények. Budapest. I, 1902, p. 58—62).

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