Csiki Ernő (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 27. (Budapest 1930-1931)
Gaál, I.: A hódmezővásárhelyi neolitkori telep gerinces maradványai
alten Wildschwein herrühren. Da auch der Stosszahn 6—7 Jahre alt sein konnte, möchten diese beiden Reste zusammengehören, also kann summarisch von 4 Wildschwein-Exemplaren, andernfalls von fünf Tieren die Rede sein. 5. Cgpriuus carpio L. Die Reihe der Reste der Wirbeltiere vom Kökény domb kann ich mit der Erläuterung von 2 Knochen von zwei Fischen abschliessen. Ich selbst befasse mich nicht mit Ichthyologie, aber auf meine Bitte war Herr Dr JUL. LEIDENEROST SO freundlich diese zu bearbeiten. „Der eine von den beiden Knochen — schreibt LEIDENEROST — weist auf einen riesigen Karpfen (Cyprinus carpio L.) hin. Derselbe ist der erste (eigentlich der zweite, da der erste verkümmert ist) knöcherne Strahl der Rückenflosse (siehe Figur 3). Es ist zu bedauern, dass ein Viertel dieses Strahles abgebrochen unci auch der untere Teil der bezeichnenderweise gezähnelten Partie abgesplittert ist". 6. Ct/prinus sp. Das andere, noch mehr mangelhafte Knochenfragment — vom Schultergürtel — wiederstand bis jetzt jeder näheren Bestimmung. Soviel kann doch angenommen werden, dass wir auch in diesem Falle es mit einem noch riesigeren Karpfen zu tun haben. Die wichtigsten Resultate der osteologischen Erforschung des Knochenmaterials vom Kökénydomb sind im Folgenden zusammenfassbar. Nach bisherigen Daten haben die Urbewohner nur das Anfangsstadium der Tierzucht gekannt. 1 ) Was in erster Linie das Fehlen des Schafes und Hausschweines beweist. Hierbei müssen wir aber hervorheben, dass das Vorhandensein der Knochen von einem 2 und einem 4 Monate alten Ferkel auffallend ist. Auf Grund dieses Fundes können wir annehmen, dass man sich an der Tisza wenigstens mit dem Gedanken der Schweinezucht beschäftigte-), und das umso mehr, als Sus scrofa in den Wäldern des Alföld sehr häufig war und dessen Fleisch sehr geschätzt wurde. ') Das ist dadurch zu erklären, dass das Territorium an Wild und Fischen ausser, ordentlich reich war. Der Ackerbau war noch nicht entwickelt, der Fleischbedarf war durch Jagd und Fischerei sehr leicht zu befriedigen, somit konnte sich die Zucht der Haustiere nicht aufschwingen. -) Es könnte aber auch als nicht unwahrscheinlich angenommen werden, dass auch diese Ferkel als Wildbret auf den „Tisch" der Urbewohner gelangten. 18*