Csiki Ernő (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 25. (Budapest 1928)
Pongrácz, S.: Die fossilen Insekten von Ungarn, mit besonderer Berücksichtigung der Entwicklung der europäischen Insekten-Fauna
Ordo: Neuroptera EEICHS. Osmylus sp? ANDEÄ schreibt (p. 26) über die Fauna von Thalheim in Siebenbürgen folgendes: „Wir erwähnen schliesslich noch das Vorkommen einer kleinen Feder und einiger Insektenreste von Thalheim, wovon Tab. IV. Fig. 6. eine Formica, der F. atavina HEER nahestehend, darstellt, und Tab. V. Fig. 3. den Umriss eines Flügels in natürlicher Grösse und Fig. 3a. denselben vergrössert und mit ausgeführter Struktur aus der Gattung Chrysopa zeigt. Bei einer Vergleichung des letzteren mit solchen von lebenden Arten fanden wir das Netzwerk der über ganz Europa verbreiteten Chrysopa perla L. dem unserigen sehr ähnlich". Ich verglich die Zeichnung dieses Flügels mit den einheimischen Chrysopiden, und konnte mich leicht überzeugen, dass die fragliche Art nicht zur Gattung Chrysopa gestellt werden kann. Die Flügelform, die dichte Aderung, die stark verschmälerten Zellen des Radialkomplexes sprechen vielmehr für Osmylus. Vielleicht handelt es sich um eine fossile Art dieser Gattung. Ordo: Orthopteroidea HANDL. Subordo: Grylloidea KARNV. Farn: Gryllacridae STAL. Aus dieser Familie kenne ich nur zwei Abdrücke, die soweit deutlich erhalten sind, um aus ihnen die Aderung herauszulesen, u. zw. Cryllacris Kittli HANDL. und O. üngeri HEER. Gryllacris Kittiii HANDL. (Fig. 16). Fossilisations zu stand: Ein einziges Bruchstück mit gespreizten Flügeln in dorsaler Lage, der von HANDLIRSCH nicht eingehender beschrieben wurde. Horizont, Fundort: Unt. Miozän, Radoboj, Kroatien, Ältere Mediterran-Stufe, Mergelschiefer. Massangaben: Flügellänge: 29 % x . Flügelbreite: 7 %. (?) Spannweite der Flügel: 64 m! m . Abdominalbreite : 7*5 %. Eigentum der Mineralogischen Abteilung des Wiener Staatsmuseunis. Vorderflügel ziemlich lang, gespitzt ; an dem linken Vorderflügel ist am leuchtesten der etwas gebogene B zu entnehmen, der mit Sc parallel läuft. C ist der Sc ziemlich nahe gerückt, aber verkürzt.