Csiki Ernő (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 25. (Budapest 1928)

Pongrácz, S.: Die fossilen Insekten von Ungarn, mit besonderer Berücksichtigung der Entwicklung der europäischen Insekten-Fauna

,J. BATHER und zugleich der Direktion des British Museums für die Über­lassung behufs eingehender Nachprüfung dieser interessanten paleontologi­schen Ausbeute meinen innigsten Dank. Auch die Direktion der mineralogischen Abteilung des wiener Staats­museums, sowie Herr A. HAMMER. Direktor der Geol. Bundesanstalt, deren freundliche Unterstützung ich hierbei anzusprechen genötigt war, hatten mir neuerdings ein noch grösseres Material der österreichischen Sammlungen aus Radoboj zur Bearbeitung überreicht, wofür ich ihnen gleichfalls zu Dankbarkeit verpflichtet bin. Endlich habe ich alle Hebel in Bewegung gesetzt, um auch die reich­haltigen Sammlungen des Museums von Zagreb in meine Arbeit einbe­ziehen zu können, doch war mein Bestreben völlig vergeblich, so dass ich mich begnügen musste, die Beschreibungen mancher Arten ohne Berück­sichtigung der in diesen Sammlungen befindlichen Stücke auszuführen. * * II. BEDEUTUNG DER PALAEONTOLOGISCHEN FORSCHUNGS­METHODEN FÜR DIE SYSTEMATIK DER INSEKTEN. Am Schlüsse meiner Erörterungen kann ich es mir nicht untersagen, die verschiedenen Richtungen der palaeontologischen und entomologisehen Forschungen hervorzuheben, die uns besonders aus der verschiedenen palaeontologischen Arbeitsmethoden klar entgegentreten. Läuft die Tätigkeit des Entomologen darauf hinaus, durch die fort­währende Zerspaltung der Art die Kriterien eines Artbildes immer mehr zu beschränken, und demzufolge die Zahl der Gattungen zu vermehren, •deren Errichtung demnach nur durch Einbeziehen von Artmerkmalen mög­lich wird, so erkennt der Palaeontologe in der Art vielmehr eine Gruppe von Formen, deren Kriterium niemals deutlich abzugrenzen ist. Für den Entomologen dürfte die Art als eine gewissermassen geschlossene, mor­phologische Einheit gelten, hingegen ist dieselbe für den Palaeontologen vielmehr etwas unbegrenztes, in welcher die Vergangenheit und Gegen­wart des Artbildes vereinigt ist. Reicht die Geschichte einer Art demnach weit in die Vergangenheit zurück, so ist selbst die Gesamtzahl ihrer mor­phologischen Merkmale nur dann richtig aufzuklären, und zu bewerten, wenn es uns gelingt die Entwicklung derselben lange Zeiträume hindurch zu verfolgen. In dieser Betrachtung erhellt aber oft zur Genüge, dass die Entomologen in dem natürlichen System gewisse systematische Merkmale weit zu hoch schätzten. An die Stelle systematischer Merkmale treten somit die phylogenetischen Merkmale, wodurch das Arbeitsziel des Palaeontologen

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