Csiki Ernő (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 25. (Budapest 1928)
Pongrácz, S.: Die fossilen Insekten von Ungarn, mit besonderer Berücksichtigung der Entwicklung der europäischen Insekten-Fauna
eignen. Auch die Stücke des British Museums sind teilweise zerstört, dafür bezeugen aber einige, wie z. B. Platycheirus und mehrere Bibioniden einen vortrefflichen Fossil isationszustand. Sie erheben sich fast relief artig aus dem Schiefermergel, so dass ich nicht unterlassen konnte, einige Rekonstruktionen dieser Arten, so wie auch von Protomyia, Sphex, Bibio und Üamponotus auszuführen. Weitere Rekonstruktionen ermöglichten die ziemlich klar erhalteneu Flügelreste von Bryodema croatica, Pardalophora hungarica, Oedipoda nigrofasciolata, Eodecticus macidatus, Protopaltothemis Hageni und endlich von Termes pristinus. In den ungarischen Sammlungen sind die Dipteren und Hymenopteren, besonders die Ameisen weit vorherrschend. Die Ameisen und Termiten beweisen ein gehäuftes Vorkommen, so wie auch die Bibioniden. Vermutlich nahm die Staatenbildung der Ameisen und Termiten auch schon im Tertiär einen Aufschwung, wofür nicht nur das massenhafte Auftreten, sondern auch das Vorhandensein mehrerer Kaste spricht. Das sorgfältige Studium alldieser Arten kann ich einerseits des freundlichen Entgegenkommens der Direktion der Ung. Geol. Anstalt, anderseits dem Herrn Direktor der mineralogischen Abteilung des Ung. Nat. Museums, KARL ZIMÁNYI verdanken. Aus den Sammlungen des ersteren wurden mir 50—60, des letzteren 15—16 Abdrücke bekannt, die im Steinbruche von Radoboj noch in den fünfziger Jahren gesammelt wurden. Durch die Güte des Herrn Professor OTTOKAR KADIC erhielt ich unlängst aus der Sammlung der königl. Ung. Geol.-Anstalt verschiedene Reste fossiler Insekten, die aus dem Steinbruche von Piski (Korn. Hunyad) im Jahre 1912 von Herrn GÉZA TOBORFFY aus der sarmatischen Schichte des oberen Miozäns gesammelt wurden, und in dem blauen Tonschiefer enthalten sind. Die Mehrzahl dieser Reste ist leider ganz zerstört, nur wenige klare Stücke befinden sich darunter, an denen Merkmale der Coleopteren, Hymenopteren und Dipteren festzustellen sind. Nach allen Anzeichen dürfte diese Fauna sehr viel Ähnlichkeit mit derjenigen von Radoboj gehabt haben. Dieses Material konnte ich weiterhin mit einer neueren. Ausbeute ergänzen, die ebenfalls in der Nähe von Piski, bei Tompa gleichfalls aus obermiozänen Schichten noch im Jahre 1924 vom Direktor des Devaer Museums Herrn JOSEPH MALLÁSZ freigelegt wurde, dem ich für die Überlassung des interessanten Materials viel zu danken habe. Weitere Einblicke in unsere vergangene Fauna konnte ich durch die Bearbeitung eines neueren Materials gewinnen, das in den Jahren 1876—1877 und 1884 von ETTINGSHAUSEN bei Radoboj gesammelt wurde und in das British Museum of Natural History geriet. Ich schulde Herrn Annales Musei Nationalis Hungarici XXV. 7