Horváth Géza (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 22. (Budapest 1925)
Dudich, E.: Systematische Studien an italienischen Aselliden
genügendes Vergleichsmaterial zur Verfügung steht. Der Aussenrand trägt proximal 4 Borsten. Endopodit-Länge: Breite = cf 17:9, 9 13:8. Mit Ausnahme des Stieles unchitinisiert. Uropod: Bei beiden Geschlechtern kürzer als das Pleotelson (cf 31:40, 9 18:23). Protopodit um Vs kürzer (cf) oder halb so lang (9) als das Endopodit. Exopodit beim Männchen so lang, beim Weibchen ein wenig kürzer als das Endopodit. Biologie : Dr. EBNST WO LE hat die Tiere gelegentlich einer Kahnfahrt von untergetauchten Wasserpflanzen gekätschert. Das Weibchen trägt in April seine Brut. Gleichzeitig wurden dort die Vertreter der Gattungen Jaera LEACH, Sphaeroma LATE., ferner Palaemonetes variáns LEV OH gefunden. Verbreitung : Diese neue Unterart is vorläufig nur aus dem Flusse Kyane bekannt, aber sie ist gewiss auch in anderen Gewässern Siciliens verbreitet. Weitere Nachforschungen in Sicilien und in Galabrien wären sehr erwünscht, Im Pergusa-See (674 m, in der Umgebung von Castrogiovanni) suchte ich am 11. April 1925 vergebens nach Asellus. Diese Unterart ist gegenwärtig vom Verbreitungsgebiet der Stammform vollkommen isoliert. Die Stammform wurde aus den Ost-Pyrenäen beschrieben und wurde neuerdings auch in Oberitalien (Modena, Genova, Portofino, Bologna) entdeckt. Im Sinne von RACOVITZA (7. p. 55: ,,1'espèce est une colonie isolée de consanguins") wäre es berechtigt gewesen, diese Tiere als eine neue Art zu beschreiben, da aber die Pleopode IV und V von Asellus banyulensis RACOVITZA in der Beschreibung nicht charakterisiert wurden, hielt ich es für besser, sie nur als eine Unterart zu betrachten. Asellus coxalis cyanophilus n. subsp. 1 Unter den von Dr. ERNST WOLE gesammelten sicilianischen Tieren fand ich bei der ersten Besichtigung des Materials ein Männchen, welches eine neue Unterart von Asellus coxalis DOLLEUS (7. p. 55) darstellt. Leider bewahrte ich damals bloss die Pleopode I und II in mikroskopischem Präparat und fand später bei der Bearbeitung des Materials kein einziges Exemplar mehr, da fast sämtliche Tiere sich als Asellus banyulensis Wölfl n. subsp. erwiesen. Infolgedessen bin ich leider nicht in der Lage, eine ausführliche Differenzialdiagnose zu geben. Allein die artliche Zugehörigkeit ist auf Grund der beiden Pleopode sicher feststellbar und anderseits sind die Unterschiede genügend ausgeprägt, um volle Berechtigung für die Aufstellung einer neuen Unterart zu haben. Der Umstand, dass nur Teile des Tieres beschrieben werden, berührt die Gültigkeit der neuen Unterart im Sinne der Internationalen Nomenklatur-Regeln gar nicht. 1 Nach dem Fundorte, Fluss Kyane, benannt.