Horváth Géza (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 19. (Budapest 1922)

Stach, J.: Apterygoten aus dem nordwestlichen Ungarn

APTERYGOTEN AUS UnGARN. 63 zufliessen und seitlich am hinteren Teile des Abdomens je ein grosses, unpigmentiertes, weisses Feld zu umschliessen. Bei einigen Tieren ist aus diesem Sprosse nur ein schwarzer Endpunkt entwickelt. Der obere Teil des Kopfes zwischen den Augenflecken, sowie die Mittel partie des Thorax und Abdomens bleiben weiss. Am Kopfe median zwischen den Augenflecken fehlt der schwarze Längsstrich, welcher sogar bei sehr hellen Formen von Smin. aureus und var. quadrilineata stets vorhanden ist, vollkommen. Die ganze grössere untere Partie des Kopfes oberhalb der Mundöffnung, die Unterseile des Körpers, das kleine Abdominalsegment. Beine und Furca bleiben, sogar bei den dorsal elvvas gelblich gefärbten Exemplaren ganz weiss. Die Antennen sind schwärzlich pigmentiert, besonders dichter das letzte Glied. Morphologische Unterschiede zwischen Sm. aureus und dieser Form habe ich nicht entdecken können. Auch bei dieser Form bemerkte ich an der Klaue zwei sehr undeutlich entwickelte Innen- und Lateralzähne, besenförmig zerschlitze Analanhänge, Empodialanhang am Vorderbeine mit langer Subapikalborste und Deutes 2- oder etwas mehr als 2-mal so lang wie die Mucrones. Die Zeichnung der Tiere ist jedoch so konstant, dass ich nicht sicher behaupten kann, ob diese Form nicht sogar als eine selbständige Art aufzufassen wäre, um so mehr, dass ich in dem aus dem nordwestlichen Ungarn und aus Polen stammenden Material bisher keine Ubergänge zwischen dieser Form und Sm. aureus sammt seinen Farbenvarietäten gefunden habe, und dass im Komárom, wo ich ausschliesslich nur diese Form erbeutete, wiederum kein einziges Exemplar von Smin. aureus f. principalis, oder seiner Varietäten angetroffen habe. Diese Form nähert sich in der Zeichnung etwas zu var. signata KKAUSB., aber nach der Beschreibung und Abbildung dieser Varietät von der Hand des Autors zu urteilen, unterscheidet sie sich dadurch, dass bei var. signata sich auf dem Kopfe median ein dunkler quadratischer Fleck und an den Kopfseiten keine schwarze Binde befindet, welche bei unserer Form die Verlängerung des lateralen Längsbandes bildet. Durch dasselbe Merkmal unterscheidet sich unsere Form auch von der von (AXELSON) LINNANIEMI aufgestellten var. dorsalis AXELS. Sie könnte ' endlich auch als eine mit var. bimaculata (AXELS.) verwandte Form aufgefässt werden, bei welcher die dunkle Zeichnung nicht vollkommen entwickelt ist, oder noch mehr mit Smin. igniceps var. trinotata AXELS. ; diese letzte Form ist jedoch eine Warmhausform, welche im Freien nicht vorkommt. Ich habe diese Form in Komárom unter einem Steine an einer grasigen feuchten Stelle in der Nähe eines Brunnens auf der Kriegsinsel gefunden. (12. VI.)

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