Horváth Géza (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 19. (Budapest 1922)
Stach, J.: Apterygoten aus dem nordwestlichen Ungarn
-is JOHANN STACH 54. Bourletiella lutea (LUBB., AGE.). (Taf. III. Fig. 9.) Nach den Untersuchungen von ÂGEEN und LINNANIEMI bildet die Gestalt der Analanhänge des Weibchens ein ausgezeichnetes Merkmal, mit deren Hilfe die äusserlich sehr ähnlichen Bourletiella-Arten voneinander leicht und sicher zu unterscheiden sind. Ich habe viele Exemplare von Bourletiella untersucht und zu folgendem Schluss gekommen. Man muss entweder annehmen, dass sowohl bei Bourl. signata, als auch bei Bourl. lutea gelbe und dunkle Farbenvariationen vorkommen, oder dass diese beiden Arten identisch sind und die Analanhänge des Weibchens nur bei den von verschiedenen Orten stammenden Tieren sich etwas voneinander in der Gestalt unterscheiden. Ich besitze z. B. aus Pieniny (Polen) gelbe wie auch dunkle (var. riridescens ) Individuen von einer Bourletiella-Art, welche die Analanhänge noch breiter als lang und mit glattem Bande haben, welche deshalb von mir als Bourletiella signata bestimmt wurden. An einem davon nicht sehr weit entfernten Orte (etwa 45 km) sammelte ich später viele äusserlich ganz ähnliche gelbe und dunkle Tiere, sowie auch Zwischenformen, welche Analanhänge von verschiedener Länge besassen. Die dunklen Exemplare hätten meist breitere als längere, etwas fächerförmig verbreitete und am oberen Rande weit gekerbte Analanhänge ; die gelben jedoch 1*4—2-mal längere als breite, aber auch am Oberrande weit gekerbte. Sie nehmem also eine Mittelstellung zwischen Bourl. signata und Bourl. lutea ein. Die ungarischen Tiere, weiche gelb oder etwas bräunlich verdunkelt sind, haben die Analanhänge wenig bis 2-mal länger als breit (Taf. III. Fig. 9.), am Oberrande weit gekerbt, manchmal ganz ähnlich wie sie AGEEN für Bourl. lutea abbildet, nur etwas weniger breit über der Basis und nicht „mit in der distalen Hälfte sehr fein ciliirtem Rande" ; die Tiere dürfen also mit einigem Bedenken als Bourl. lutea bestimmt werden. Es wäre schwer die dunkleren Exemplare als Bourl. signata von den gelben als Bourl. lutea bestimmten abzutrennen, denn sie bilden so deutliche Farbenübergänge untereinander, dass sie ohne Zweifel miteinander verwandt sind. Nach LIKNANIEMI kommen jedoch die Individuen von Bourl. lutea nur in gelber Farbe vor. Bevor diese Frage endgültig entschieden wird, bezeichne ich die von mir in Ungarn gesammelten Tiere als Boxirl. lutea. Die Tiere treten in drei Farbenvariationen auf, welche ich von einander als Aberrationen nicht abtrenne. Die ersten haben eine weisse Grundfarbe, welche bei den meisten Exemplaren in hell bräunliches übergeht ; dorsolateral hinten am Abdomen tritt meist spärlich schwärzliches Pigment auf. Die zweiten sind von zitronengelber Körperfarbe, hinten am Abdomen