Horváth Géza (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 19. (Budapest 1922)
Stach, J.: Apterygoten aus dem nordwestlichen Ungarn
-is JOHANN STACH Exemplare von einem Lepidocyrtus ebenfalls mit je 4 Ocellen. Er gab ihnen jedoch einen anderen Namen nämlich Lepidocyrtus octoculatus CAROL.. weil die ihm vorliegenden Exemplare eine andere Stellung der Ocellen hatten als die deutschen ; ausserdem besassen sie 4 innere Zähne an der Klaue und den ungeringelten Teil der Dentes nur 4-mal länger als die Mucrolänge (statt 8-mal länger, wie bei den deutschen Exemplaren). CABOLI gibt zwar zu. dass die von ihm aufgestellte Art ohne Zweifel mit Lepid. octopunctatus BÖRN. verwandt sein muss, doch die aufgezählten Unterschiede genügen — wie ihm scheint — um sie als eine andere Art zu betrachten. Es ist der Aufmerksamkeit CAROLI : s entgangen, dass BÖRNER bei den von ihm aus Sizilien beschriebenen Exemplaren dieser Art eine andere Stellung der Ocellen als bei den deutschen Tieren fand. Der ganze Unterschied liegt also bei den afrikanischen Exemplaren nur im Vorkommen eines zweiten Distalzahnes an der Klaue und in der grösseren Länge des ungeringelten Teiles der Dentes. Man muss jedoch nicht vergessen. dass die von BÖRNER untersuchten deutschen Exemplare junge Tiere waren, bei welchen die Längenverhältnisse an verschiedenen Körperteilen anders ausfallen als bei den ausgewachsenen Individuen, das distale zweite Zähneben aber sehr fein und schwer wahrzunehmen ist. überdies in seinem Auftreten bei vielen Arten oft einer Variation unterliegt. Man kennt also derzeit keine stichhaltigen Differenzen, welche die Aufstellung der zwei in Bede stehenden Formen als verschiedene Arten rechtfertigen würden. Es wäre aber ganz anders, wenn es sich zeigen würde, dass auch die ausgewachsenen Individuen dieser in Deutschland vorkommenden Art dieselbe Stellung der Ocellen und dieselben Körpermerkmale. welche BÖRNER für junge Tiere angegeben hat, stets besitzen : das mögen also erst künftige Untersuchungen definitiv entscheiden. Auch bin ich der Meinung, dass die Aufstellung der Varietät dieser Art. var. picta BÖRN., nicht notwendig ist, denn die jungen Tiere aller Collembolenarten sind stets heller gefärbt als die ausgewachsenen. Jedenfalls scheinen aber die mir vorliegenden 2 Exemplare dieser Art mit den aus Tripolis stammenden identisch zu sein, denn ich konnte keine stichhaltigen morphologischen Unterschiede zwischen ihnen auffinden. Die systematisch wichtigeren Körpermerkmale der ungarischen Tiere sind folgende : Kopfdiagonale: Thor. II: 111= etwa 5:4:2. Abd. IV ist bei dem älteren Exemplare 2-mal. bei dem jüngeren 2 1/2-mal länger als Abd. III. Antennen nur sehr wenig länger als die Kopfdiagonale ; Ant. II ein wenig änger als Ant. III und von halber Länge der Ant. IV. Die 4 Ocellen sind auf einem gemeinsamen schwarzen Fleck fast untereinander, je zwei