Horváth Géza (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 19. (Budapest 1922)

Stach, J.: Apterygoten aus dem nordwestlichen Ungarn

APTERYGOTEN AUS UNGARN. 29 wenn nicht indentische Form ist, was schon beim Autor selbst den Ver­dacht weckte. Lepid. cavernarum lebt sowohl in Höhlen, als auch oberirdisch. So fanden sie MONIEZ und später VIRÉ (Exemplare bestimmt von ABSOLON (2) in den Höhlen Frankreichs und CARPENTER in Irland ; oberirdisch unter Steinen sammelten sie LIE-PETTERSEN, BÖRNER, COLLINGE und SHOE­BOTHAM, sowie ich in Polen. Diese Art ist also jetzt aus den Höhlen Frankreichs und Irlands, dann aus England, Norwegen, Polen, Ungarn und Italien bekannt, hat also eine grosse Verbreitung, welche vielleicht eine noch weitere sein wird, wenn es sich herausstellen würde, dass die von GUTHRIE beschriebene nordamerikanische Art mit der europäischen identisch ist. * * 26. Lepidocyrtus albus (PACK.), SCHAFE. Von dieser durch ihre jederseits auf dem Kopfe nur 2, auf einem gemeinsamen schwarzen Fleck gelegenen Ocellen, leicht erkennbaren Art habe ich einige Exemplare auch in Dobó-Berekalja meist unter Steinen, einmal aber auch unter der losen Rinde eines Akazienstumpfes gefunden. Sie stimmen in allen Merkmalen mit den aus anderen Orten von Mittelf und Nordeuropa stammenden Exemplaren vollkommen überein. * * 27. Lepidocyrtus octopunctatus (BÖRN.). (Taf. II. Fig. 5.) BÖRNER (7) beschrieb im Jahre 1901 unter dem Namen Pseudosinella octopunctata eine Lepidocyrtus-Art, die sich durch einen länglichen, schwach violett pigmentierten Augenfleck auszeichnete, auf welchem von den nur 4 Ocellen die 3 inneren fast in einer geraden Linie lagen und mit der äusseren vierten ein Dreieck bildeten (Fig. 8.). Die Klauen waren bei diesem Lepidocyrtus — nach BÖRNER'S Angabe — ähnlich wie bei Lepid. albus im ganzen mit 3 Innenzähnen ausgestattet, nur waren sie schlanker und ihre Proximalzähne viel kleiner. Die von BÖRNER bei Marburg nur in zwei Exemplaren gefundenen Tiere waren von winziger Körperlänge (0'35 mm) — nach BÖRNER'S Angabe — junge Individuen. Zwei Jahre später fand derselbe Forscher (10) 6 Exemplare dieser Art unter Blumentöpfen im Botanischen Garten zu Palermo und 1 Exemplar bei Genua. Diese Exemplare unterschieden sich von den deutschen durch einen rundlich viereckigen Augenlleck, durch etwas andere Stellung der 4 Ocellen und durch die zerstreute violette Pigmentierung einiger Körper­teile, weshalb BÖRNER sie als eine Varietät, var. picta, von Lepidocyrtus (Pseudosinella ) 8-punctatus (C.B.) aufstellte. Im Jahre 1913 uutersuchte CAROLI (15) 4 in Tripolis gesammelte

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