Horváth Géza (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 19. (Budapest 1922)

Stach, J.: Apterygoten aus dem nordwestlichen Ungarn

-is JOHANN STACH Proximalzälme noch mit einem distalen Zahn ausgerüstet sind. Dieser Zahn ist nur wenig kleiner als die Proximalzähne und es scheint aus­geschlossen zu sein, dass er der Aufmerksamkeit LIE-PETTERSEN"S und später SCHÄFEER'S, welcher die ihm von CARPENTER übersandten Exem­plare von Cyphoderus Martelli CARP , untersuchte und als mit Tidlbergia Immaculata LIE-PETT. indentisch erkannte, entgangen wäre. Man muss daher annehmen, dass dieses Merkmal einer starken Variation unterliegt. Deshalb betrachtete BÖRNER das einzige von ihm in Italien gefundene Exemplar dieser Art, bei welchem er diesen Distalzahn bemerkte, für eme Aberration, welche er Lepid. (Pseudosinella) Immaculata (LIE-PETT.) ab. tridenticulata n. ab. nannte. COLLINGE und SHOEBOTHAM (17) haben diesen Zahn auch bei den von ihnen untersuchten englischen Exemplaren abgebildet und behaupten, dass er „small" ist. Die grossen Proximal­zähne stehen fast nebeneinander in derselben Höhe ; der interne Zahn ist besonders am ersten Beinpaare grösser, jedoch nicht so stark ent­wickelt, wie ihn LIE-PETTEBSEN (Fig. 3.) zeichnet. An der dorsalen Kante der Klaue sind die Aussenzähne deutlich sichtbar und bezüglich dieses Merkmales ist die von COLLINGE und SHOEBOTHAM gegebene Figur (Fig. 15.) ungenau. Die Ausrüstung und allgemeine Gestalt der Klaue ist also der bei Lepidocyrtus albus ganz ähnlich. Am verhältnismässig langen ( 2/3 der Innenkante der Klaue), lanzettförmigen und spitzendigenden Empodialanhange befinden sich verhältnismässig breite Lamellen, an welchen jedoch keine Zähne auftreten, wodurch sich Lepidocyrtus caver­narum von der ebenfalls augenlosen, von BÖBNEB entdeckten Pseudosi­nella Petterseni BÖBN. deutlich unterscheidet. Tarsale Spürborste ohne spateiförmige Verbreitung mit leicht hackenförmig nach vorne gebogener Spitze, ziemlich kurz, kürzer als die Innenkante der Klaue. Die Antennen sind kurz, nur P/3 länger als die Kopfdiagonale. Abd. IV : III bei jüngeren Individuen etwa 2:1 ; bei ausgewachsenen etwas mehi. aber nicht ganz 3:1 Die Länge der grössten, mir vorliegenden Tiere war IV4 mm ; sie zeigten ebenfalls dieselbe braunrote feine Pigmentierimg, wie sie manchmal bei Lepid. albus auftritt. Die Art ist ohne Zweifel am meisten mit Lepid. albus verwandt und kommt mit ihm oft an denselben Lokalitäten, meist unter Steinen, vor : der einzige Unterschied ist eigentlich nur das Fehlen der Ocellen bei Lep. cavernarum. Ferner scheint ihr auch Pseudosinella Petterseni BÖEN. verwandschaftlich nahe zu stehen, welche ebenfalls augenlos ist, jedoch an der Aussenlamelle des Empodialanhanges einen grossen Zahn besitzt. Ich muss noch bemerken, dass die von GUTHRIE (18) als Cyphodeirus albinus Nie. bestimmte nordamerikanische Collembole nicht Cyphoderus cdbinus Nie., sondern eine mit Lepid. cavernarum MON . sehr ähnliche,

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