Horváth Géza (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 18. (Budapest 1921)

Poppius, B.; Bergroth, E.: Beiträge zur Kenntnis der Myrmecoiden Heteropteren

76 B. POPPIUS UN I) E. BER FÎROTH (ohne den vorspringenden Deckfiügelanlagen) so lang als das halbe Prono­tum, Deckflügelanlagen doppelt länger als der mittlere Teil das Seuto­tegmen, bis über die Basis des ersten Hinterleibssegmentes vorragend, an der Spitze schmal gerundet ; unter dem Ende derselben sieht man die Flügelanlagen in der Form kleiner Läppchen. Hinterwinkel des Metanotum lappenförmig vortretend, aber von den Deckflügel- und Flügelanlagen bedeckt. Hinterleib an der Oberseite doppelt länger als der übrige Körper, am Grunde des dritten Segmentes eingeschnürt, einen kurzen Stiel bildend, dann oval mässig erweitert, etwas vor der Mitte des hinter dem Meta­sternum liegenden Teiles wiederum stark eingeschnürt, hinter dieser zweiten Einschnürung breit oval, der zwischen den beiden Einschnürungen liegende Teil vom Hinterrande bis über die Mitte und der ganze hinter der hinteren Einschnürung liegende Teil abgeflacht (im Leben aber wahr­scheinlich oben und unten konvex), die hintere Einschnürung anscheinend in der Mitte des vierten Segmentes gelegen, aber wegen den undeutlichen Segmentgrenzen nicht genau bestimmbar ; erstes abdominales Bücken­segment etwas breiter als lang, zweites Segment fast quadratisch, der Hinterrand gerundet-gestutzt, Hinterwinkel gerundet, drittes Segment viel länger als breit und das längste von allen ; die Mündungen der Dorsal­drüsen anscheinend nur an der Basis des dritten Segmentes sichtbar und auch da sehr undeutlich. Beine lang, abstehend ziemlich spärlich lang behaart ; alle Schenkel oben an der Spitze mit zwei kurzen schwach nach oben gerichteten Dornen, die Vorderschenkel unten etwas vor dem Ende mit einem Zahn, die Hinterschenkel die Mitte des Hinterleibes über­ragend ; Schienen länger als die Schenkel, drehrund, unbewehrt ; erstes Tarsenglied viel länger als das zweite. Farbe bräunlich gelb, Vorderrand des Pronotum in der Mitte gebräunt, ein transversaler Basalfleck des Pronotum, der mittlere Hinter­teil des Scutotegmen und das Metanotum geschwärzt. Länge 10 mm. Peru. Die einzige vorliegende Larve ist auf Garton so fest angeklebt, das? ich die Kopfseiten, die Kehle und den Schnabel nicht untersuchen konnte. Dass diese sonderbare Larve zur Familie Colobathristidae gehört, unterliegt wegen der charakteristischen Einlenkung der Fühler keinem Zweifel, aber ich glaube nicht, dass sie zu einer früher bekannten Gattung gehört. Obwohl die Form des Abdomen sicher nur der Larve zukommt und obwohl es möglich (wenn auch nicht wahrscheinlich) ist, dass die Apicaldornen der Schenkel ein bei der Imago nicht persistie­rendes Merkmal sind, lässt sich diese Larve auch wegen anderer Charak­tere nicht ungezwungen zu einer der beschriebenen Genera stellen. Am ehesten könnte vielleicht Diascopoea HORV. .in Frage kommen, aber bei

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