Horváth Géza (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 10. (Budapest 1912)

Petri, K.: Ein neuer Lixus aus Turkestan und Bemerkungen zu meiner Bestimmungstabelle des Genus Lixus Fabr.

278 KARL PETRI gewölbt, der Rüssel regelmässig gebogen. Die neue Art besitzt stark gewölbte, auch etwas gröber und schwach längsrunzlig gewölbte Stirne, der Rüssel ist an der Wurzel am stärksten, etwas hakenförmig, in der Mitte äusserst schwach gebogen, die Flügeldecken erweitem sich von der Basis fast geradlinig bis hinter die Mitte, wo sie am breitesten sind und zur Spitze runden sie sich stärker und rascher zu. Während die Augen des L. causticus normal sind, ist bei der neuen Art der Hinter­rand derselben von einer schmalen, scharf gerandeten Furche umzogen, deren hinterer Band sich als scharfe Kante über das Niveau des Auges erhebt und es etwas überragt. Als ich das Tier erhielt, war der Büssel, wie bei einem Centorrhynchus, an die Yorderbrust eingelegt, ohne dass auf dieser eine Büsselfurche bemerkbar wäre, auch sind die Yorder­hüften nicht im mindesten von einander getrennt ; diese Erscheinung steht augenscheinlich und lediglich im Zusammenhange mit der eigen­tümlichen hakenartigen Krümmung des Büssels an der Basis. Das einzige Männchen dieser ausgezeichneten Art befindet sieh in meiner Sammlung und wurde mir von Herrn Dr. 0. STAUDINGER ein­gesendet und freundlichst überlassen. * Ich benütze diese Gelegenheit, um einige nachträgliche Bemerkun­gen zu meiner in den Jahren 1904—1905 in der AVien. Ent. Zeit. Jahrg. XXIII —XXIV. erschienenen Bestimmungstabelle der Gattung Lixus FABR. hier mitzuteilen. Unter die Synonymen des Lixus umbellatarum ist noch aufzu­nehmen L. brepicaudatus Luc., Expl. Alg. p. 440. t. 37, f. 6 a —d. Lixus gracilicornis CAP . ist unter die zahlreichen Yarietäten des L. iridis OLIV., aufzunehmen. Am nächsten steht er meiner Varietät balcanicus, von der er sich durch kaum merklich dünneren Büssel, feiner punktiertgestreifte Flügeldecken mit glänzenderen Zwischenräumen, weniger vertieften 9. Punktstreifen und weniger gewölbten 10. Zwischen­raum unterscheidet. L. Cottyi DESBR. ist nach BEDEL, Abeille XXYIII, 155, als Synonym mit L. Reichei CAP. ZU vereinigen. L. diutinus FAUST ist zu vereinigen mit L. hirticollis MÉNÉTR. (Mém. Pétersbg. VI. 1848, 2G2); der letztere Namen ist der ältere. L. hirticollis m. nec MÉNÉTR . ist gleich L. desertorum GEBL., L. desertorum m. nec GEBL. ist wahrscheinlich der mir unbekannt ge­bliebene L. Capiomonti FAUST (D. E. Z. XXVII. 1883. Heft II).

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