Horváth Géza (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 10. (Budapest 1912)

Becker, T.: Chloropidae. Eine monographische Studie

1-22 TH. BECKER natürliche Furchungen, sondern durch Eintrocknung entstandene Schrump­fungen der hier wohl weicheren und nicht so widerstandsfähigen Chitinhülle, wie man dies nicht nur bei Hippelates, sondern auch bei Chlorops, Cliloropisca und ähnlichen Gattungen vielfach beobachten kann, bei denen der Rückenschild die bekannten drei meist anders gefärbten Längsstreifen zeigt. Da diese Faltung kein natürliches Gebilde ist, vielmehr ganz individuell je nach Ausreifung auftritt, so ist es auch nicht möglich, sie als Gattungsmerkmal zu verwenden. In der Tabelle steht ferner: «Untergesicht ohne Mediankiel» ; in der Beschrei­bung der beiden typischen Arten wird aber von einem medianen Längs­kiel gesprochen. Diese verschiedenartige Auffassung und Darstellung des Autors ist sicherlich kein Schreibfehler, sie entspricht vielmehr ganz den tatsächlichen Verhältnissen der Gesichtsbildung und der verschiedenen Anschauung bei den Hippelates Arten. Je nachdem sich die Fühlergruben etwas flacher oder tiefer darstellen, wird auch weniger oder etwas mehr ein mittlerer schwacher Kielrand des Untergesichts oben zwischen den Fühlerwurzeln sichtbar, der aber schon auf der Mitte des Gesichts ganz verläuft. Die Untersuchung einer grösseren Reihe von Hippelates­Arten ergibt zur Genüge, dass dies Merkmal für die Bestimmung wertlos ist. Die Gattung Olcanabates ist daher meiner Auffassung nach lediglich Synonym von Hippelates. Hippelatinus (pag. 1 (.)3). Diese Gattung soll sieh von Hippelates unterscheiden durch das Fehlen des Mediankieles und das nicht vorgezogene Untergesicht. Über den Mediankiel haben wir bereits verhandelt. Die Untergesichtsform betreffend vollzieht sich bei den Hippelates-Arten der Ubergang der Wangenplatten in die Backen in mehr oder weniger abgerundeter oder auch in etwas eckiger rechtwinkelig abgerundeter Biegung ; im letzteren Falle kann man allerdings von einem etwas vortretenden Mundrande sprechen; jedoch tritt dies niemals auffällig in die Er­scheinung; diese geringen Abweichungen treten mit allen Ubergängen auf, so dass es unmöglich ist, eine Trennung im Sinne von ENDERLEIN vorzunehmen. Etwas Ahnliches, aber in viel schärferer Form kann man bei der Gattung Siphonella beobachten ; hier tritt das Untergesicht weit schärfer vor als bei Hippelates, geht aber durch eine Reihe von Zwischenformen auch bis zur ganz abgerundeten Wangenecke zurück, ohne dass es möglich wäre, hier eine einigermassen natürliche Tren­nung vorzunehmen. Hippelatinus ist in meinen Augen daher nur Synonym von Hippelates Lw.

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