Horváth Géza (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 7. (Budapest 1909)

Madarász, Gy.: Adatok a vadludak természetrajzához

zur naturgeschichte der wildgänse. 305 Ich konnte schon bei meinem Herbstausflug konstatieren, class die hellen Parthien des Schnabels nicht bei allen Stücken gleich gefärbt sind, sondern von elfenbeinweiss bis gelblich- oder dunkelrosa in zahl­reichen Nuancen variiren. Die häufigste Färbung ist gelblichrosa. wie es die SusHKiNsche Abbildung (Ibis II, pl. II. fig. 1) zeigt, und wie ich es auch auf der beiliegenden Tafel (Fig. 3) nach frischen Exemplaren dar­gestellt habe. Die Färbung der Füsse variirt nur wenig und ist in fri­schem Zustande bellrosa mit einer leichten violetten Beimengung. In 2—3 Tagen nach dem Tode des Vogels verändert der Schnabel seine Farbe ; er wird dunkler und dabei rötlich. Dieselbe Farbenverän­derung erleiden, obwohl etwas später, auch die Füsse. In ganz trockenem Zustande werden Schnabel und Füsse definitiv rotbraun. Als ich im nächsten Frühjahr die Steppe Hortobágy von neuem besuchte, wurde ich dort durch das prachtvolle Colorit, das den Schnabel der Männchen ziert, überrascht. Bei einem alten Männchen, dessen Schnabel ich gleich an Ort und Stelle in frischem Zustande naturgetreu abbildete und auf der beiliegenden Tafel (Fig. 2) reproduziere, waren die sonst rosafarbigen hellen Parthien des Schnabels ganz intensiv veilchenblau. Die Untersuchung von einer grossen Anzahl im Frühjar erlegter Exemplare ergab übrigens folgendes Besultat : Das Colorit des Schnabels variirt zu dieser Jahreszeit zwischen Posa und dem soeben erwähnten Veilchenblau. Eine weisse Färbung, wie im Herbst, kommt jetzt nie vor und auch die Bosafarbe hat stets einen mehr oder minder deutlichen violetten Anflug. Es dürfte daher wahrscheinlich sein, dass das Colorit des Schnabels umso stärker ins Blaue übergeht, je älter der Vogel ist oder je mehr sein Geschlechts­trieb gesteigert ist. Die Bichtigkeit dieser Hypothese könnte aber natür­lich nur durch umfassende Beobachtung dieser Wildgans an ihren Brut­plätzen sicher entschieden werden. Ich will noch erwähnen, dass sich unter den mir vom Hortobágy vorgelegenen Materialien kein einziges junges Exemplar vorgefunden hat. 'ch hatte jedoch Gelegenheit ein junges Stück zu untersuchen, welches im Frühjahr 1900 an der unteren Donau in Ungarn erlegt wurde. Der Schnabel dieses jungen Exemplars war blass rosafarbig, beinahe weiss; sein Gefieder war an der Bauchseite ganz eigenthümlicli gesprenkelt. Annalex Jtftisei Xationalis Hunqarici. VII. 20

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