Horváth Géza (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 7. (Budapest 1909)
Madarász, Gy.: Adatok a vadludak természetrajzához
306 m j. v. madarász II. Eine interessante Kreuzung . Graf EUGEN TELEKI schenkte clem Ungarischen National-Museum eine sehr interessante Wildgans, welche von ihm am 15. März 1909 in der Steppe Hortobágy erlegt wurde. Dieser Yogel dürfte höchst wahrscheinlich ein Kreuzungsprodukt von Anser fabalis und Anser albifroßs sein, weil er die charackteristischen Merkmale dieser zwei Arten aufweist. Seine Grösse sowie die Färbung des Gefieders entsprechen ganz jenen von Anser fabalis, nur die Flecken des Bauches erinnern an Anser albifrons. Stirne und Zügel sind schmal weiss; eine solche Färbung kommt aber häufig auch bei alten Exemplaren von Anser fabalis vor. Besonders interessant sind die Form und die Färbung des Schnabels, von dem ich gleich nach Erlegung des Vogels eine Skizze machte. (Taf. Y. Fig. 1.) Der Schnabel vereinigt die Merkmale beider Arten. Er ist so gross wie bei Anser fabalis, hat aber dabei für die Anser albifrons charakteristische Form. Er ist ziemlich schlank, vorne gesattelt ; der Band des Unterkiefers ist weniger erweitert. Seine Färbung ist recht merkwürdig : Oberkiefer hellrosa, auf der Kante mit einem grossen, von links etwas nach rechts verschobenen (also assymmetrischen) schwarzen Fleck, welcher vorne und hinten unregelmässig orangegelb umsäumt ist; Mundwinkel des Oberkiefers ebenfalls orangegelb; Schnabelspitze, resp. der Nagel weiss. Basalhälfte des Unterkiefers schwarz, welche Farbe vorne und hinten orangegelb begrenzt ist. Vordere Hälfte des Unterkiefers rosafarbig, vorne mit einem unregelmässigen orangegelben Fleck. Die Totallänge dieses Vogels beträgt 720 mm. Flügel 440, Schwanz 150, Schnabel 60 und Tarsus 85 mm. lang.