Horváth Géza (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 6. (Budapest 1908)
Mauritz, B.: A nadapi zeolithek
ZE0LITHE VON NADAP. 547 Heulandit- und Chabasitkrystalle ; das zweite Mineral in der Keibe ist der Heulandit. an welchem aufgewachsen fanden sind zweimal Chabasitkrystalle; der dritte Zeolith ist der Chabasit und der letzte der Desmin, dessen faserige Garben man sehr oft auf den vorhergehenden aufgewachsen findet. Der Calcit ist endlich in der paragenetischen Reihenfolge das allerletzte Mineral. Der Epistilbit — einer der seltenen Zeolitlien — findet sich meist nur gut krystallisiert. Die Krystalle sind entweder einzelnweise aufgewachsen, oder es sind viele fächerförmig aneinander gruppiert ; aber auch in diesem Falle sind sämmtliche Krystalle an dem freien Ende gut ausgebildet. Endlich kommt es ziemlich oft vor, dass die Epistilbitkrystalle parallel der verticalen Axe an das Gestein ganz angewachsen sind und nur einzelne Prismaflächen frei ausgebildet sind. Die gut ausgebildeten Epistilbitkrystalle — höchstens 3 Millimeter gross — sind durch wenige Flächen begrenzt. Einfache Krystalle sind überhaupt keine zu finden ; es sind nur Zwillinge vorhanden. Die beobachteten Formen sind die folgenden : c — {001} b ={010} a = {100} nur als Zwillingsfläche m = {110} U =: { 011} Die Zwillinge sind nach zwei Gesetzen gebildet: 1. das seltenere Gesetz: Zwillingsfläche, eine Fläche des Prisma m [110] ; solche sind nur zweie gefunden worden; 2. das gewöhnliche Gesetz: Zwillingsfläche, eine Fläche von n (lOOj; ausgenommen die zwei unter 1. erwähnten Krystalle sind alle übrige Zwillinge nach (LOO). Diese letzterwähnten Zwillinge nach [ 100J sind äusserlich von rhombischer Symmetrie. An auderen Fundorten kommen gleichfalls nur Zwillinge vor und infolgedessen wurde der Epistilbit lange — noch von ROSE, 1 v. FRITSCH" und von WEBSEY : t — für rhombisch gehalten, nur DES CLOIZEAUX 4 und TENNE" haben auf optischem Wege erkannt, <lass der Epistilbit krystallisiert in dem monoklinen System. Die gewöhnlichste Form der Zwillinge nach {100} wurde in 1 KOSK: Poggendorf Annalen 182(>. VI. 183. - v. FRITS« H : Hessouberg Mineralogische Notizen 1870. IX. -22. WKBSKY: Zeitschr. d. deutsch, geol. Ges. IS69. XXI. 100. * DES CLOIZKAUX : Bull, de la soc. min. de France. 1879. II. 161. TENNK : Neues Jahrbuch f. Min. Geol. Pal. 1879. S40 und 1880. I. 43. 35*