Horváth Géza (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 6. (Budapest 1908)

Mauritz, B.: A nadapi zeolithek

546 D: BÉLA HAUBITZ Mit dem Studium der Gesteine des Gebirges von Székesfehérvár— Velencze (Comitat Fehér) beschäftigte sich B ÉLA V. INKEY. 1 Die Haupt­masse des Gebirges besteht aus Granit ; derselbe wird an mehreren Punkten von Andesit- und Dacitgesteinen durchbrochen. INKEY erwähnt schon diejenige Pyroxenandesiteruption. welche westlich der Landstrasse Velencze —Nadap in dem Steinbruch 2 der Gemeinde Na dap schon seit langer Zeit gut aufgeschlossen war. In dem frischen bläulich-grauen dichten Andesit linden sich viele Graniteinschliisse, die öfters mehrere Decimeter Durchmesser erreichen. An einigen Spalten ist das Gestein auffallend verändert, aber offenbar nicht infolge der Einwirkung der Atmosphärilien, sondern der postvulkanischen Agentien. Am meisten auffallend ist eine Spalte ­links vom Steinbrucheingange — deren Wände ganz mit Mineral­Neubildungen ausgepolstert sind. Ausser den Zeolithen, die ich 3 schon früher erwähnt hatte, kommen an diesem Fundorte noch die folgenden Mineralien vor : Calcit, Amethyst, Pyrit, Fluorit und ein neu entdeckter Zeolith : cler Epistilbit. Nun sind die Resultate der Untersuchung dieser Mineralien die folgenden : Die älteste Bildung ist der Amethyst, dessen aufgewachsene Kry­talle mehrere Centimeter Länge und einige Millimeter Dicke erreichen. Es ist sehr charakteristisch, dass ausser dem horizontal stark gerieften Prisma meist nur das postive Bhomboëder r{10ll) vorhanden ist, die zugehörige negative Form 2 (Olli) fehlt; falls die letztere doch an­wesend ist, sind ihre Flächen nie so gross gewachsen, wie diejenige der positiven Form. Übrigens ist der Amethyst hier ein seltenes Mineral. Noch seltener zu finden sind die kleinen, höchstens I Millimeter erreichenden Fluoritoktaeder, deren relatives Alter in der Paragenese festzustellen nicht möglich war. In grosser Menge finden sich die Pyritpentagondodekaëder, die sogar 3 Millimeter Durchmesser erreichen. Sie sind nicht nur in den Spalten und Höhlungen, sondern in deren Nähe selbst im Gestein dicht eingesprengt; manchmal sind sie noch vollkommen frisch, meist theilweise oder vollständig in Limonit umgewandelt. Bezüglich den Zeolithen war es die folgende Paragonese festzustellen möglich gewesen : die älteste Bildung ist der Epistilbit, an welchem aufgewachsen fanden sich öfters 1 INKEY : Földtani Közlöny. V. 145. - ScHAFAKziK : A Magyar Korona Országai területén létező kőbányák rész­letes ismertetése. 1904. 94. MAURITZ : Über einen neuen Zeolitlifundort. (Földtani Közlöny. 1908. 231.)

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