Horváth Géza (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 6. (Budapest 1908)

Gugler, W.: Die Centaureen des Ungarischen National-Museums. Vorarbeiten zu einer Monographie der Gattung Centaurea und ihr nächst verwandten Genera

192 "WILHELM GUGLER von C. rupestris bilden der robustere Wuchs, die am Stengel höher hinauf reichende Beblätterung, die breiteren Blattzipfel, der kräftigere Enddorn und die deutlicheren Fransen der Anhängsel, die oft orange­rote Blütenfarbe sowie endlich 1 die nur einfach fiederteiligen Grund­blätter. Alle diese Unterschiede sind nur graduell und liegen innerhalb der Variabilitätsgrenzen der C. rupestris. Zwischen niederem Gebüsch wird auch bei letzterer der Wuchs kräftiger und die Beblätterung geht näher an die Köpfchen heran ; auch bei ihr linden sich wenn auch sel­ten, breitlineale Blattzipfel, bei ihrer var. armata erreicht oft der End­dorn der Hüllschuppen fast 2 cm an Länge, ferner kommen nicht allzu­selten Exemplare mit + orangefarbenen Blüten, vor, so namentlich um Fiume. Daß Stücke mit einfach fiederteiligen Grundblättem namentlich bei var. adonidifolia vorkommen, betonte schon BCHB. FIL . in Icon. XV. Andererseits sah ich sonst + typische Exemplare der C. ceratophyUa , deren Anhängsel ganz kurz und undeutlich waren. Da auch das Zu­sammentreffen der besprochenen Merkmale nur selten einigermaßen konstant ist, dürfte hier eine beginnende Artenbildung vorliegen, wes­halb ich es für das beste und natürlichste halte, C. ceratophyUa als Unterart zu bewerten. In mancher Beziehung ist das Verhältnis der C. Macedoni a Boiss. zur typischen C. rupestris ein ähnliches wie das der eben besprochenen C. ceratophyUa, namentlich was die Verbreiterung der Blattzipfel und die Teilung der Grundblätter anlangt. Der kurze oder doch nicht über­mäßig lange Enddorn sowie die sehr undeutlichen Wimpern der An­hängsel und die stets gelbe Blütenfarbe stimmen sogar völlig mit nor­malen Stücken der C. rupestris überein. Ein neues Merkmal hat aber diese östliche Basse in dem langen Pappus erworben, welcher der Frucht­länge etwa gleichkommt oder sie auch etwas übertrifft. Auf dieses Merkmal allein hin aber die C. Mucedonicu als Art abzutrennen, dürfte doch kaum angehen, zumal die genetisch mit ihr sicher eng verknüpfte C. Athoa D. C. wieder einen kurzen Pappus zeigt. Die letzterer sich stark nähernde C. Parnonia HAL . zeigt hinwiederum dieselbe Pappus­länge wie C. Macedonica. Bedenkt man ferner, daß auch bei normaler C. rupestris die Pappuslänge ziemlich weiten Schwankungen unterliegt, so ergibt sich ganz klar die verhältnismäßig geringe systematische Be­deutung dieses Merkmales für unseren Formenkreis. Auch von einer geographischen Isolierung der C. Macedonica kann nicht die Bede sein, 1 Der Unterschied in der Pappuslänge, der sich aus den Beschreibungen beider «Arten» bei BERTOLONI Fl. Ital. IX. p. 454 und 456 ergibt, stimmt nicht auf die vielen Pflanzen, die ich daraulhin untersuchte.

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