Horváth Géza (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 6. (Budapest 1908)

Gugler, W.: Die Centaureen des Ungarischen National-Museums. Vorarbeiten zu einer Monographie der Gattung Centaurea und ihr nächst verwandten Genera

DIE CENTAUREEN DES UNGARISCHEN NATIÜNAL1IUSEUM8. 193 wie vor allem die von P. SINTENIS auf dem Ida (vgl. II. Teil sub No. 36a. bei Centaurea ) gesammelten Exemplare der C. rupestris beweisen, die abgesehen von ganz wenig breiteren und kürzeren Blattzipfeln die echte rupestris i. e. sbsp. eu-rupestris mh. darstellen. C. Athoa D. C. sowie C. Parnonia HAL . 1 unterscheiden sich von C. Macedoniea Boiss. sowie der typischen C. rupestris (i. e. sbsp. eu­rupestris ) durch die noch mehi verbreiterten und gleichzeitig verkürzten Blattzipfel, welche bei beiden fast länglich werden können ; C. Athoa hat ferner nur wenige Fiederpaare ; beide Pflanzen sind + graufilzig. Abgesehen von der schon erwähnten Pappuslänge, unterscheiden sie sich noch vor allem durch die Verschiedenheit des Wuchses, die wohl allein vom Standort abhängt. Die sehr niedrige, einköpfige C. Parnonia wurde von BOISSIER als var. minor, die hochwüchsige, ästige C. Athoa als rar. subinermis zur C. rupestris L. gestellt. Auffällig ist noch an C. Atlioa der auffällig verbreiterte, glasige Hautrand sowie die nur an­gedeutete Fransung der Anhängsel, welch' letztere bei C. Parnonia deutlich zu Tage tritt. Eine fernere, wenn auch wohl nicht konstante Eigenheit der C. Athoa ist ferner das zumeist recht deutliche Nicken der Köpfchen. Daß sie wegen der allerdings oft stark verbreiterten Blätter von C. eu-rupestris nicht artlich getrennt werden kann, beweist schon die De CAND0LLE'8che Originaldiagnose, in der die Zipfel «lineares aut suboblongi» genannt sind. («. Athoa und C. Parnonia wurden bi3 jetzt nur von je einem Standorte angegeben, trotzdem darf man sie wohl als gut ausgebildete Lokalrassen ansehen, welche der verbreitetsten östlichen Basse unseres Formenkreises, der C. Macedoniea nahe stehen. In der folgenden Übersicht sind beide als Subspezies angeführt. Iiier sei noch bemerkt, daß statt C. Macedoniea dortselbst der von HALÁCSY wegen des älteren GRiSEBACH'schen Homonyms vorgeschlagene neue Name Thessa­lonica gebraucht wurde. Die von FroRi 2 mit Vorbehalt zur C. rupestris gestellte var. iner­mis GROVES scheint nicht zu unserem Formenkreis zu gehören. 1 Bezeichnend ist, daß BOISSIER (Fl. Orient. III. p. 668) beide als Varietäten zur C. rupestris L. stellt, welche nach ihm mit C. ceratuphylla TEN. identisch ist ; abgesehen von letzterem Punkt, äußert sich NYMAN im Consp. Fl. Europ. p. 429 im gleichen Sinne, nur bringt er ('.. Athoii (cf. BOISSIER 1. c.) als Synonym der C. adoni­difolia RCHB. und die gleiche Pflanze als C. aryentea FRIV. nochmals mit Angabe des Standortes Berg Athos ; letztere ist mit ihr völlig identisch, wie ich durch Untersuchung mehrerer Originalexemplare feststellen konnte. 2 Vgl. FIORI e PAOLETTI L C. p. 342 Fußnote. Armules Musei Xalionalis Hungarici VI. 13

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