Horváth Géza (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 5. (Budapest 1907)
Becker, T.: Die Dipteren-Gruppe Milichinae
5-20 th. becker Wir begegnen einer sebr verschiedenen Auffassung dieser Art. In Kopenhagen befinden sich 2 Exemplare einer als Tepliritis argentea FBR. bestimmten Art, welche aus Amer, merid. von SCHMIDT gesammelt sind ; diese Thiere gehören, nach den mir von Herrn WILH. LUNDBEK gesandten Anmerkungen, zur Gattung fíhyncltomilichity und können hier in Frage kommen die beiden Arten argyrophenga SCHIN. oder leucogastra Lw. Auch in Frankfurt a M. ist ein Thier mit dem Namen argentea FBR. ; es stammt aus Chile, Valparaiso, von BAYERHOFFER gefunden ; es entspricht der aus Chile stammenden Art aus SCHNUSE'S Sammlung, die ich weiter unten als Eccoptomma frontale beschrieben habe. Ferner hat GIGLIOTos 1895 auf eine als M. argentea FBR. bestimmte Art, die von ALLUAUD auf den Seychellen gefunden wurde, seineGattung Milickiella gegründet. Im Museum zu Budapest fand ich ein Männchen aus Neu-Guinea, das ich identisch mit Milichiella rnelaleuea Lw. erklären müsste; später zeigte es sich dann, dass es auch mit argentea FBR., soweit Beschreibung und Typenreste bezeugen können, übereinstimmte. Ich glaube daher, dass man diese Synonymie mit gutem Gewissen behaupten kann ; es ist auch an und für sich nicht unwahrscheinlich, dass Süd-Afrika und Süd-Asien einige Arten gemeinsam besitzen. Es war mir nun von Interesse, zu erfahren, ob die von GIGLIO-TOS als argentea FBR. bestimmte Art auch mit der Type des FABRICIUS übereinstimme. BEZZI hatte die Freundlichkeit, die Exemplare im Turiner Museum darauf hin zu untersuchen; er stellte aber doch verschiedene Punkte fest, welche eine wesentliche Abweichung von der FABRicius'schen Art darstellen : so sind die Schüppchen nicht schwarzbraun, sondern ganz weiss und weiss bewimpert ; der letzte Abschnitt der vierten Längsader ist nur l 1 «-mal so lang als der vorletzte und die Orbiten sind oben am Scheitel nicht glänzend. Die ganz abweichende Farbe der Schüppchen scheint mir entscheidend zu sein : die Art des GIGLIO-TOS ist daher wohl nahe verwandt mit argentea FBR., aber doch eine andere Art, die ich Milichiella Tosi nennen will ; synonym : M. argentea GIGL-TOS (nec FBR). Grosse Ähnlichkeit hat M. Tosi auch in der Hinterleibsfärbung mit M. argyrogastrg, PEBRIS = Tieft M IK ; jedoch hat letztere Art abweichend dunkle Schüppchen. Erklärt man sich mit obiger Synonymie einverstanden, so bleiben von den vorhin genannten 23 Arten nach Abtrennung von zwei unbestimmbaren, M. tamarieis BIG. und minuta WALK., noch IG übrig, die man als bereits bekannt in dieser ersten Gruppe der Milichinen mit gespaltener Bandader zu berücksichtigen hat; dazu treten dann noch die in den genannten Sammlungen vorhandenen 28 Arten, so dass die Gesammtsumme 44 beträgt.