Horváth Géza (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 5. (Budapest 1907)

Loczka, J.: Über Mineralchemie

über mineralchemie. 443 Dior it von Schriesheim. DITTRICH Schüler I. II. Differenz Si 0 2 _ „ _ 4-0-82 % 40-26 °o — 0-56 % Ti0 0 „_ 1-90 « 2-10 « + 0-20 « AI 2O 3 „ 17-55 « 16-21 « - 1-34 « Fe 90 3 _ 13 74 « 12-77 « — 0-97 « MnO .... .... „ „ _ 0-14 « 0-35 « -L 0-21 « CaO __ 10-34 « 10-11 « — 0-23 « MgO .... _ „ _ 6-91 « 7-14 « + 0-23 « K,0 _ „ _ _ j.. 5-77 « 5-41 « -L 2-64 « Na 0 0 1-90 « 1-12 « 0-76 « 0-54 « 0-25 « — 0-29 « Glühverlust _ 4-25 « 4-03 « — 0-22 « 100-86 % 99 75 % Wie hieraus ersichtlich, sind die Differenzen der Schüler-Analysen sehr gross. DITTRICH und seine Schüler führten als Selbstcontrolle nach Analysen an aus reinen Substanzen gemischtem Material aus und es zeigte sich, dass sich aus DITTRICH'S Analysen solche Differenzen ergaben, welche sich innerhalb der Fehlergrenzen bewegen, während die seiner Schüler auch hier verhältnissmässig beträchtliche Differenzen zeigten. Die grossen Differenzen, welche die Analysen der Praktikanten zeigten, veranlassten Prof. DITTRICH ZU folgender Äusserung: «Wenn man siebt, welche Anforderungen heute an eine Gesteinsanalyse gestellt und welche manchmal weittragende Schlüsse durch geringe Abweichun­gen zweier sonst ähnlicher Analysen veranlasst werden, ist es von vorn­herein zu verwerfen, wenn die Analysen von Anfängern, mögen sie an­scheinend noch so sorgfältig arbeiten, ausgeführt weiden. Wenn da nicht eine Controlle von zuverlässiger Seite gleichzeitig ausgeführt wird, hat die erste Analyse gar keinen Werth.» «Eine Gesteinsanalyse richtig auszuführen ist, wie schon Bunsen hervorhob, keine leichte Sache. Wer daher für wissenschaftliche oder praktische Zwecke Gesteinsanalysen zu machen hat, für den ist es drin­gend erforderlich, sich erst an derartigen selbst zusammengesetzten Analysen reinster Substanzgemenge die Genauigkeit des eigenen Ar­beitens zu prüfen und sich selbst dadurch die Sicherheit zu liefern.»* DITTRICH leistete der Geologie und Petrographie einen wesentlichen Dienst, indem er auf die Unzuverlässlichkeit der Erstlingsarbeit der Anfänger aufmerksam machte. * L. c. p. 81—8-2.

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