Horváth Géza (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 5. (Budapest 1907)

Moesz, G.: Adatok az Aldrovanda vesiculosa L. ismeretéhez

3Í12 gustav moesz Verzweigung aus dem Stengel tritt, auffallend breiter, als die Breite des den Stengel fortsetzenden Zweiges. Der Stengel der jüngsten Blüthe V 2 ist 1*6—2'5-mal, der Stengel der älteren Knospe V 1 1"4 —l*6-mal breiter, als die Breite des daneben stehenden Stengels. CELAKOWSKY * sagt über die Blütlienwickel der Boragineen folgendes: «...Nach einem mecha­nischen Gesetze erhält immer das kräftigere von zwei benachbarten, anfangs in einer Masse der Anlage noch vorhandenen Gebilden die terminale, das schwächere die laterale Stellung, die morphologische Bedeutung mag sein, welche sie wolle». Ich erwähnte, dass die Bliithen immer auf einer Seite des Stengels erscheinen. Niemand hat dies bisher wahrgenommen und doch fällt dies an der lebenden Pflanze leicht auf. Um dafür Beweise zu schaffen, habe ich zahlreiche Exemplare zerlegt, die Anordnung der Blüthen und Knospen in gerader Eichtling von Blüthe zu Blüthe genau verfolgt und meine Beobachtung hat sich in jedem Falle bewährt. Ich drücke mich vielleicht richtiger aus, wenn ich nicht von der einseitigen Stellung der Blüthen spreche, sondern sage, dass die Seitenzweige immer auf der einen Seite erscheinen, und zwar aus der Achsel eines solchen Blattes, welches zum unteren Glied des Doppelquirls gehört. Das ist der Grund und die Erklärung dessen, dass das obere Glied des Doppelquirls nur an der Seite der Blüthe erscheint und auch hier rudimentär bleibt. Diese Art der Verzweigung beweist, dass das Sympodium der Aldrovanda ein Wickel ist. Um diese Zweitheilung des Centraibündels zu beobachten, machte ich aus dem Stengel zahlreicher Exemplare Quer- und Längsschnitte. Die diesbezüglichen Abbildungen befinden sich auf Taf. All. Die blaue Farbe bedeutet das Centralbündel, die rothe Linie den centralen Kanal. Als Besultat meiner Untersuchungen kann ich erklären, dass die Verzweigung des Stengels schon beim unteren Gliede des Doppelquirls stattfindet, obwohl man von aussen keine Spur davon bemerkt. Das stimmt sehr gut damit überein, was ich bei der in Anbe­tracht der Entwickelung gemachten Erörterung über Taf. VI, Fig. 19 gesagt habe. Man kann hier getrost von congenitalem Zusammenwachsen reden, welches sich in der Begel auf die Länge von 1, eventuell von '1 Stengelgliedern erstreckt. Analoge Fälle zur anfänglich congenitalen Entwickelung terminaler und axillarer Sprossen sind genügend bekannt. * CELAKOWSKY LUD. : Über die Blütlienwickel der Boragineen Flora 188S. 355 und 1881. 4(35.

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