Horváth Géza (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 5. (Budapest 1907)

Moesz, G.: Adatok az Aldrovanda vesiculosa L. ismeretéhez

über aldrovanda vesiculosa. 395 Einen sehr lehrreichen Fall beschreibt CELAKOWSKY,* der ana Rhizome von Cur ex arenaria eine dem Sympodium der Aldrovanda ähnliche Verzweigung bemerkte. Auf Grund der engen Verwandtschaft, welche zwischen der Aldro­vanda und den Droseraceen besteht, ist die Frage berechtigt, ob die Bliithenaxe der Droseraceen nicht auch ein terminaler Spross sei ? NITSCHKE (1860) leugnet dies zwar, indem er behauptet: «Jedes voll­ständigere, mehrjährige und mehrere Rosetten tragende Exemplar be­weist auf den ersten Blick das Gegentheil». Und diese Ansicht dehnt •er auch auf die Aldrovanda aus. NITSCHKE war hier nicht genug vorsichtig. Das beweist so auch seine Äusserung, dass so wie bei den Droseraceen auch bei der Aldrovanda der Blüthenstiel anfangs, vor seiner Entwickelung eingerollt ist. Taf. VI, Fig. 19 zeigt deutlich, dass die Blüthenstiele vollkommen gerade sind. CASPARY schreibt 1862 über diese Behauptung NITSCHKE'S : «Rein aus der Luft gegriffen». Ich gebe wieder zu, dass so wie bei Aldrovanda, auch bei den älteren Individuen und älteren Stengeltheilen der Droseraceen es schwerer wahrzunehmen ist, welcher Zweig terminal, welcher axillar sei. Es fragt sich, ob NITSCHKE zu demselben Resultat gekommen wäre, wenn er die jüngsten Sprossen von Drosera rotundifolia auf Grund ihrer Anatomie und Entwickelung untersucht hätte. Die Aldrovanda hat ausser dem Sympodium auch noch eine monopodiale Verzweigung. Diese monopodialen Zweige können aus jedem Blattquirle der Sympodiumaxe entspringen. In ihrer Erscheinung herrscht keine Begelmiissigkeit. Sie erscheinen als kleine Höcker in der Blatt­achsel. (Taf. VI, Fig. 19, i? 2). Ihren Bau zeigt Fig. 16. Ihre Beschrei­bung kann ich hier übergehen, da auch CASPARY dieselbe schon ab­gebildet und beschrieben hat. Der ältere monopodiale Spross (RJ trägt schon die ersten Blattquirle. Aus diesen.Sprossen entwickeln sich lange Zweige, welche sich von der Mutterachse in keiner Beziehung unter­scheiden. Wenn die Fäulniss des Hauptstengels bis zur Verzweigung gelangt ist, löst sich der Nebenzweig ab und setzt seine selbstständige Existenz weiter fort. * CELAKOWSKY LUD. : Sprosse am Rhizome gewisser Carices. (Sitzungs­berichte der kön. Böhm. Ges. d. Wiss. in Prag 1881 p. 238.)

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