Horváth Géza (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 5. (Budapest 1907)
Roeschke, H.: Monographie der Carabiden-Tribus Cychrini
112 d ; hans roe 8chke Lautorgans bei Blethisal GAHAN'S Übersehen dieser Organe bei Cychrus und der Litteratur hierüber (confer HAGEN, Biblioth. entom. IL p. 477 !) ist ganz unverständlich. Alle Cychrinen — soweit ich gefunden habe — besitzen, bald mehr bald weniger ausgeprägt, Stridulationsapparate, die auf verschiedenen Modificationen des Abdomens und der Flügeldeckenepipleuren beruhen, wobei beide Teile gegen einander reiben. Das Beugen des Kopfes und der Vorderbrust gegen die Mittelbrust dient dabei nur zur Fixation des Mesothorax durch Zug nach vorn, während die Muskeln die Bauchsegmente strecken und rückwärts ausdehnen. Das Stridulationsorgan erstreckt sich auf folgende Körperteile : Erstens die Epipleuralrinne, die längs des Innenrandes der Epipleuren an der Schulter beginnt und bis etwas vor der Spitzeneinbuchtung ziemlich gleichbreit verläuft, hier plötzlich eine nach innen sich wölbende Erweiterung erfährt, deren Innenwandung oft bogenförmig, seltener zapfenartig (wie bei Scaphinotus, Irichroa), bisweilen noch unter dem Aussenrand der Flügeldecken — bei Abhebung des Abdomens — hervorragt. Bei Cychrus und Scaphinotus endet mit dieser Verbreiterung die Epipleuralrinne, bei Sphaeroderus geht sie sehr schmal noch bis zur äussersten Spitze. Die Innenfläche der Rinne ist mit mehr oder minder deutlichen Querriefen oder bisweilen Raspelkörnchen besetzt, teils bis auf die Erweiterung oder auch ganz glatt. Dementsprechend kann die Abdominalkante rauh quer-gerieft (C. caraboides) oder scabrös (Scaph. viduus) oder glatt sein. Wie schon oben erwähnt, ist der vordere vielfach vorspringende Teil der Seitenkante des Analsegments nach innen und unten umgebogen und bildet eine schmale leicht chagrinirte Leiste, neben der das 7. Dorsalsegment stark vertieft erscheint, zur Aufnahme der Innenwand der Epipleuralerweiterung. Zweitens ist die mediale Aussenseite der Epipleuralrinne in ihrer ganzen Ausdehnung einschliesslich der Erweiterung fein quer oder schräg gerieft, während dem eigentlichen Spitzenrande mehrere Reihen unregelmässig gestellter Erhebungen oder Körnchen vorgelagert sind, die sich manchmal zu schwachen rauhen Leisten verdichten. Diesem passiven Stimmapparat an den Flügeldecken correspondiren active Organe an den Dorsalsegmenten des Abdomens : Die Segmente 4—6 zeigen seitlich neben den Stigmen kleine kräftige, nach hinten gerichtete und oft kurze Börstchen tragende Körner, die zuweilen auf dem 6. Segment in mehreren kleinen Reihen angeordnet stehen ; ebensolche, aber stärkere Raspeln ziehen sich dicht gedrängt längs des hinteren Randes des 6. Segments und bedecken vollständig das ganze stärker verhornte siebente. Das 8. Segment bleibt hoch-