Horváth Géza (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 5. (Budapest 1907)
Roeschke, H.: Monographie der Carabiden-Tribus Cychrini
monographie der cychrini. 111 auf die vichtige Fährte (Ent. Mag. I. Lond. 1833, p. 213) und führte das Geräusch auf die Reibung der Abdominalränder innerhalb der Rinne an der Innenseite der Epipleuren zurück, in der bei Cychrus die ersten 5 Segmente ganz, vom 6. die Vorderecke wie ein Falz in einer Nute eingefügt sind und in welcher er mittels steifen Papiers ein Geräusch hervorrufen konnte. Wirkliche Stridulationsorgane gab er nicht an und DARWIN, der darnach Cychrus caraboidJés (rostratus) einer Untersuchung unterzog, konnte Spuren von feilen- oder raspelartiger Beschaffenheit nicht entdecken. Solche Lautorgane zu finden glückte indessen einige Jahre später WESTRING (Kroyer Naturhistor. Tidskr. N. B. I. 1845 p. 63) : Er modificirte und erweiterte das von MARSHALL gefundene Factum, indem er gleichzeitig noch und in erster Linie die Dorsalsegmente sich gegen die innere, quergefeilte Aussenkante der Epipleuralrinne reiben liess ; er brachte dann ein Jahr später (1. c. II. 1846, p. 345) eine noch bessere Erklärung, da, wie er selbst sagt, zur Hervorbringung des lauten Geräusches die einfache Reibung gegen jene Liingsleiste nicht ausreichen kann. Als Hauptursache gab er nunmehr die Seitenrandleiste des Analsegments und die mediane Reibfläche der Schlusserweiterung der Epipleuralrinne an. In neuerer Zeit hat GAHAN eine Zusammenstellung der Stridulationsorgane der Coleopteren gegeben (Trans. E. S. London 1900. p. 442 etc.), in der er erklärt incredibile dictu —, man müsste bei Cychrus der Stärke des Tones nach einen gut ausgebildeten Stridulationsapparat eigentlich erwarten, aber so weit er finden könne, sei nichts bis auf die jetzige Zeit beschrieben, das als Stridulationsapparat hinreichend betrachtet werden kann («but so far as I can find, nothing that can satisfactorily be regarded as the stridulating apparatus has up to the present time been described»)! Seines Erachtens haben die Flügeldecken keinen (!) Anteil an der Stridulation und nur die bei den Cychren stärker als bei den übrigen Carabiden vorspringenden Epimeren des Prothorax kämen für diesen Zweck in Betracht, wenn sie mit ihrer rauhen quergestreiften Innenfläche über die Seiten des Mesosternum rieben, obwohl er selber beim toten Tier hiermit nur einen schwachen Laut erzeugen könnte. Beim lebenden Insect habe Mr. BERNARD PENNY , ein junger Spezialist in der Biologie, der ganz derselben Ansicht wie er über den Ursprung des Tones sei, wie GAHAN fortfährt, konstatieren können, dass nur beim Beugen des Oberkörpers der Laut hervorgebracht würde ; GAHAN wundere sich zwar, dass das Geräusch viel lauter, das Organ an sich viel weniger ausgebildet als bei anderen Coleopteren sei ! Und wenige Seiten nach obiger Notiz bringt derselbe Autor Beschreibung und Abbildung des ganz ähnlich gebauten aber viel weniger in die Augen springenden