Horváth Géza (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 2. (Budapest 1904)
Koch, A.: A beocsini czementmárga kövült halai
DT F. FOSSILEN FISCHE DES BEOCSINER CEMENTMERGELS. FIL Art von grösserer Gestalt ist, als diese beiden, ihr Umriss mehr gerundet und ihr Rückenschild mehr abgeplattet ist, und weil auch in den Vertebralplatten des Rückenschildes wesentliche Formunterschiede nachgewiesen werden konnten : kann sie mit keiner der beiden identitizirt werden. Ich will sie daher nach der Gegend ihres Vorkommens unter dem Namen synniensis in die Literatur einführen. Sc hlussfolg erung en aus der Fischfauna des Beocsiner Cementmergels auf ihre geologische Bedeutung . Den einzigen Pflasterzahn, von Gyrodus sp. abgerechnet, welcher wahrscheinlich aus älteren Schichten eingewaschen wurde, können die bisher im Cementmergel von Beocsin gefundenen Fisclneste auf folgende Gattungen und Arten bezogen werden : 1. Gadus (Merlangus) pannonicus n. sp. .... s. h. Brosmius Strosstnayeri KRAMB.-GORJ. Z. h. 3. Sphyraenodus hexagonalis n. sp. „.. „ __ h. 4. Serranus sp. ind. .... „ _ ... n. h. 5. Lates pliocaenus n. sp. „. .... .„. z. h. Wenn wir diese kleine Liste überblicken, fällt uns vor allem anderen auf, dass diese Faunula ausschliesslich aus Meeresflschen besteht. Die Arten des Genus Lates sind zwar heut zu Tage Bewohner des Nil und Ganges und der australischen Flüsse ; die bisher bekannten fossilen Lates-Arten wurden jedoch ohne Ausnahme in marinen Ablagerungen gefunden, und waren somit ohne Zweifel Meeresbewohner. Auch die Beocsiner Laies-Art erinnert ihrer Form und Grösse nach eher an den aus dem Leithakalk bekannten Lates Partschii HECK., als an die im Nil und (ranges lebenden sehr grossen Süsswasserarten (L. niloticus und L. carinifer). GORJANOVIC-KRAMBERGER hat eine bedeutend kleinere LatesArt unter dem Namen eroaticus beschrieben. 1 welche aus den sarmatischen Schichten von Dolje in Kroatien stammt, daher in Brackwasser gelebt haben dürfte. Somit dürfte auch die Beocsiner Lates-Art im brackischen Meer der pannonischen Stufe einheimisch gewesen sein. Was das häutigste Glied der Beocsiner fossilen Fischfaunula, nämlich die ausgestorbene grosse Art des Subgenus Merlangus betrifft, so sind dessen heutige Vertreter hauptsächlich Bewohner der gemässigten und kalten Zone der nördlichen Hemisphäre. Es leben heute 18 Arten 1 Palaoutologische Beitrage, l.lahrh. d. kgl. ung. Geologischen Anstalt. XIV. B. 1!»0. 1. H. p. l.T. IV. fig. 1.)