Horváth Géza (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 2. (Budapest 1904)

Koch, A.: A beocsini czementmárga kövült halai

66 IV ANTON KOCH der Gattung Gadus , von welchen zwei auf die Ufer von Californien beschränkt sind. Gadus morrhua L. ist von Grönland und Canada bis in die Nordsee verbreitet ; ebenso auch der Gadus aeglepnus. Der G. vi­rens und Merlucius vulgaris wird an den Küsten von England und Nord­amerika gefangt n : auch G. (Merlangus) vulgaris wird an den Küsten Englands gefischt. Noch einige nordische Alten bewohnen den ganzen nördlichen Theil des Atlantischen Oceans. Die südlicheren Arten beschränken sich mehr auf engere Gebiete. So finden sich G. luscus und pollachius, ferner Phycis blenuoides an den englischen Küsten, aber auch im Mittelmeere. Einige Arten des Mittelmeeres kommen auch in den benachbarten Theilen des Atlantischen Oceans vor. Die heutigen verwandten Arten der Beocsiner grossen fossilen Gadus-Art sind also auch in der gemässigten Zone des xAtlantischen Oceans allgemein verbreitet, und somit darf man daraus schliessen. dass das sogenannte pannonische Binnenmeer, welches im unterplioeänen Alter die tieferliegenden Theile Ungarns bedeckte, durch Vermittlung des Mittelmeeres sicherlich auch mit dem Atlantischen Ocean noch in Verbindung war. Ebenso lässt das Vorkommen einer fossilen Brosmius-Art darauf schliessen: denn der recente Brosmius brosme (vulgo: Torsk) ist in den nördlichen Theilen der gemässigten Zone des Atlantischen Oceans ver­breitet. Die eigentliche Heimath des Genus Serranus ist zwar der Indische Ocean mit 61 Arten; aber es ist eine auch für das Mittelmeer charakte­ristische (Tattling, und scheint sich von hier auch in die benachbarten Theile des Atlantischen Oceans verbreitet zu haben. Es Hesse sich somit daraus auf eine ehemalige Verbindung des Mittelmeeres mit dem Indi­schen Ocean schliessen. Der mächtige Sphyraenodus gehört in die Verwandtschaft der gröss­ten Art der recenten Gattung Sphyraena , nämlich in die der Barra­cuda. Dieser grosse Raubfisch ist in den heutigen Meeren der heissen und warmen Zonen, also auch im Indischen Ocean, in der Nähe der Küsten sehr verbreitet. Auch diese Thatsaclie spricht also dafür, dass das Mittelmeer im unterpliozänen Alter noch mit dem Indischen Ocean in Verbindung gewesen sein dürfte, und dass das damalige Brackwasser­Binnenmeer Ungarns eine beinahe vollkommen abgeschlossene Bucht des alten Mittelmeeres gebildet haben müsse. Die beiden Gadoiden-Arten weisen somit auf den Atlantischen Ocean, die Arten von holes, Serratia* und Sphyraenodus aber auf den Indischen Ocean mit welchem da Mittehneer. von welch' m die tieferen Theile un-

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