Horváth Géza (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 2. (Budapest 1904)
Koch, A.: A beocsini czementmárga kövült halai
64 I V ANTON KOCH sermergel mit Lignit (welcher unserer pannonischen Stufe entsprechen dürfte), ähnelt etwas der Testudo marmorum , ist also von der Beocsiner Art weit entfernt. Testudo pyrenaica DEPÉRET 1 aus dem Pliozän von Roussillon ist eine mittelgrosse ausgestorbene Art, mit beinahe halbkugeligem Rückenschild. welche daher mit Testuilo praeceps. mit der aus dem italienischen Miozän bekannten T. Craverii, mit T. marmorum von Pikermi. und mit der aus Yal Arno beschriebenen T. globosa zusammen eine gut abgegrenzte, ganz ausgestorbene Gruppe bildet. Alle diese können also bei der Yergleichung mit der Beocsiner Testudo-Art nicht in Betracht gezogen werden. Test it do gigas BRAVARD'- und T perpigniana DEPÉRET , 3 welche die Grösse der recenten indischen Testudo elephantina erreichen und die Beocsiner Art an Grösse fünfmal übertreffen, können überhaupt nicht in Betracht kommen. Auch die Testudo neoviciensis POMEL kann ich erwähnen, welche DEPÉRET 4 aus den Eggenburger untermediterranen Schichten beschrieb, deren ursprüngliches Lager jedoch der Sand des Orléanais bildet, welcher mit unserer untermediterranen Stufe äquivalent ist. Mit den dürftigen Resten von Eggenburg konnte die Beocsiner Art nicht verglichen werden. Endlich erwähne ich noch die Testudo Lamanoni GRAY, 5 welche aus dem tertiären Kalk mit Gyps der Gegend von Ais beschrieben wurde. Auch diese ist eine ausserordentlich hoch gewölbte Form und steht somit weit von der Beocsiner Art. Ausserdem gibt es noch eine ganze Reihe von minder gut bestimmten. blos auf einzelne isolirte Skelettheile gegründeten Species, welche aussei Acht gelassen werden müssen, da die Beocsiner Reste mit denselben kaum verglichen werden können. Unter den obenerwähnten, bisher bekannten und sicher festgestellten fossilen Testudo-Arten erinnert also blos Testudo autiqua BRONN. an unsere Beocsiner Art und ist ebenso, wie diese, mit dei jetzt lebenden T. graeca am nächsten verwandt. Weil aber die Beocsiner fossile 1 Les animaux pliocènes du Roussillon. (Mém. de la Soc. géol. France. Paléont. 7. 1890 -97. p. 194.) - Considération sur la distribution des Mammifères terrestres fossiles dans le Dpt. du Puy-de-Dôme. 1844. p. 13. In der sub 10 citirten Arbeit beschrieben. 4 Ueber die Fauna von miocänen Wirbeltliieren aus der ersten Mediterranstufe von Eggenburg. (Sitzber. d. k. Akad. d. Wiss. in Wien. 1895. p. 2Mit. 2 Tafeln). •"» CUVIKK G. Récherclies sur les ossem. foss. 1836-er Ausg. IX. B. p. 4ISI>.