Horváth Géza (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 2. (Budapest 1904)

Koch, A.: A beocsini czementmárga kövült halai

56 V ANTON KOCH A 2) Beschreibung der im Beocsiner Cemenimerqel vor­kommenden Schildkrötenreste. Testudo syrmiensis n. sp. (Taf. VII. Fig. 2. und Taf. VIII.) Ausser den beschriebenen Fischresten kommen im Beocsiner Cement­mergel etwas seltener auch Schildkrötenreste vor. Mit Hinsicht darauf, dass die nachgewiesenen Fische alle Meeresbewohner waren, dürfte man er­warten. dass auch die fossile Schildkröte eine Bewohnerin des Meeres oder wenigstens des Siisswassers gewesen sei : um so überraschender ist es, dass sie der Gattung Testudo angehört, also Landbewohnerin war. Von dieser Schildkröte standen mir folgende Reste zur Verfügung und dienten zur Feststellung der spezifischen Charaktere einer neuen fossilen Testudo­Ari. 1. Die innere Seite eines Rückenschildfragmentes von einem ziem­lich grossen Exemplar (Taf. VIII, woraus sich das Verhältnis s der Grösse und Gestalt beurtheilen lässt). Die Wölbung dieses Rückenschildes ist auffallend niedrig; man kann aber aus dem theilweisen Abstehen der einzelnen Knochenplatten schliessen, dass er durch vertikalen Gebirgs­druck abgeplattet wurde, und dass er ursprünglich gewiss stärker gewölbt war; so stark jedoch keinesfalls, wie die meisten übrigen Testudo-Arten und besonders wie die nahe stehende T. graeca L. 2. Auffallend dicke Randplatten (Marginalia) vom Rückenschild desselben Exemplares (Taf. VII, Fig. 2), unter welchen das Pygale und das damit verbundene Supracaudale. wie auch je eine Randplatte genau an die entsprechenden Stellen des obigen Rückenschildes passen ; die Stellen der übrigen drei, isolirt gefundene Randplatten jedoch konnten nicht gefunden werden. '3. Mehr nur der Steinkern eines kaum um etwas kleineren Exem­plares, mit einzelnen Splittern der Knochenplatten des Rückenschildes und mit Fragmenten des inneren Skelettes, welche aus dem Mergel her­vorragen. Dieses Exemplar ist durch Seitendruck stark deformirt und erscheint in Folge dessen bedeutend stärker gewölbt als das Rücken­schild sub I, welches durch vertikalen Druck abgeplattet wurde. Dieses Exemplar liess ich nicht abbilden. Alle drei Reste sind Eigenthum der kgl. ung. Geologischen Anstalt. 4. Im vorigen Sommer gelang es mir in Beocsin das fragmentäre Rückenschild eines kleineren Exemplars zu erwerben, welches die Ab­plattung durch vertikalen Druck weniger zeigt, wie jenes sub 1. Dieses

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