Horváth Géza (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 2. (Budapest 1904)

Koch, A.: A beocsini czementmárga kövült halai

THE FOSSl fjEN FISCHE DES BEOCSINER C'EMENTMEKGELS. 57 Exemplar hat ausserdem noch den Yortheil, dass am Schwanzende des Schildes ein Theil der dicken Randplatten noch mit den Costalien ver­bunden ist. und somit zweifellos beweist, dass auch die sub 2 erwähnten Randplatten dem Rückenschild sub 1 angehören. 5. Endlich erhielt ich ebenfalls im vorigen Sommer das Bruchstück eines Röhrenknochens (Taf. V, Fig. 4), dessen Gelenksenden abgebrochen sind, welches aber aus seiner Form und Grösse geschlossen der Humerus derselben Testudo-Art sein dürfte. Diese Reste habe ich mit dem Skelet einer Testudo yraeca L. var. Boettyeri Mo.is. im Ungarischen National-Museum, ferner mit den Ab­bildungen und Beschreibungen der paläontologischen Literatur ver­glichen. und kam dabei zur Überzeugung, dass die Testudo-Reste von Beocsin. sowohl von der lebenden T. yraeca. als auch von den bisher bekannten, ziemlich zahlreichen fossilen Testudo-Arten wesentlich abwei­chen. Das Verzeichniss und die kurze Charakteristik der letzteren habe ich den Arbeiten Dr. G. A. MAACK'S 1 und B. HABERLANDT'S 2 entnommen. Der erste und wichtigste Unterschied zeigt sich gleich darin, dass das Rückenschild der Beocsiner Testudo, wenn es auch durch vertikalen Druck ziemlich abgeplattet wurde, verhältnissmässig weniger gewölbt ist, als wie die meisten lebenden und ausgestorbenen Testudo-Arten, und in dieser Hinsiebt eher an die Arten der Gattung Emys erinnert. Dass man es aber trotzdem mit einer Testudo-Art zu thun hat, das beweisen die gegenseitige Lage der Vertebralia und Costalia und die dadurch bedingte (•restait der letzteren. Bei der Gattung Testudo kommen nämlich, wie das HABERLANDT hervorgehoben hat, die zweiten und vierten Costalplat­ten (vom Kopfende gerechnet) gewöhnlich nur mit je einer, die dritten und fünften dagegen mit je drei Vertebralplatt.en in Berührung, infolge dessen die Costalia abwechselnd mit convergirenden oder divergirenden Seitenlinien versehene, keilförmige Formen annehmen müssen. Bei der Gattung Kmya dagegen berühren die Costalplatten (8—8) bis ans Ende immer je zwei Yertebralia. infolge dessen ihre Seitenlinien parallel verlaufen. An den Schildkrötenresten von Beocsin sehen wir faktisch das erste, für die Gattung Testudo charakteristische Verhältniss ent­wickelt. Ein zweiter Unterschied scheint mir die auffallende Dicke und be­deutende Breite der Randplatten der Beocsiner Testudo-Art zu sein ; 1 Die bis jetzt bekannten l'ossi en Schildkröten. iPahpontographica. XVIII. B. 1868- 69. p. 193.) a Ueber Teßtndo praeeeps n. sp.. die erste fossile Landschildkröte des Wiener Beckens. (Jahrb. d. k. k. geol. Keichsanstalt XXVI. B. 1n76. p. -243. Tal. XVI. Fig. 1 3.)

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