Horváth Géza (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 2. (Budapest 1904)
Koch, A.: A beocsini czementmárga kövült halai
1) ANTON KOCH sind die Zähne schlanker, stärker eomprimirt und weniger hakenförmig, wie die Zähne von Beocsin. VAN BENEDEN hat aus dem belgischen Bupélien unter dem Namen Scomberodon ein mit dem AGASsiz'schen Sphyraeaodus übereinstimmendes Kieferbruchstück beschlieben (Bull, de l'Acad. roy. de Belgique. T. XXXI. 2-e Sér.), welches WITTICH ebenfalls als der oben erwähnten Art angehörend betrachtet. Graf MÜNSTER hatte aus dem Wiener Becken unter dem Namen Saurocephalus substriaius und ivaequalis isolirte Zähne beschrieben und abgebildet (op. cit. 7. Heft. 1847. p. 25—26), welche aber den Beocsiner Zähnen kaum ähnlich sind. Die Zähne von S'. substriatus stammen aus den obermediterranen Schichten von Dévény-Újfalu, sind etwas kleiner als die Zähne von Beocsin. gerade, glatt, stark abgeplattet, mit zwei scharfen Kanten an der vorderen und hinteren Seite, und erinnern an H. v. MEYER'S Sph. lingulatus. Der Zahn von inaequcilis stammt von Grinzing, wahrscheinlich aus einer obermediterranen Ablagerung. Dieser Zahn ist länger als die Beocsiner Zähne, an seiner Basis jedoch weniger dick, gerade und glatt, wohl auch abgeplattet, aber nur mit einer Seitenkante versehen, so dass sein Querschnitt eine einseitig in eine Spitze ausgezogene Ellipse darstellt. W. DAMES beschlieb aus den obereozänen Schichten von Birketel-Qurun in Egypten ebenfalls unter dem Namen Saurocephalus (Fajumensis) isolirte Zähne (op. cit. p. 147, tab. III. fig. 12 A — e); aber auch diese stehen den Zähnen von Beocsin ferne, denn sie sind gerade, kurz und glatt, und erinnern eher an die Zähne von S. substriatus MÜNST. aus Dévény-Újfalu. Wenn wir die Beocsiner Beste mit diesen bereits bekannten Arten und Zahnformen vergleichen, so finden wir, dass die Beocsiner Art hauptsächlich in Hinsicht des abgerundet hexagonalen Durchschnittes und der wellig-gestreiften Seulptur der Zähne wesentlich abweicht, und ausserdem unter allen die geologisch jüngste Art darstellt. Mit Bezug auf die sehr charakteristische hexagonale Form des Umrisses der Zähne bringe ich für diese neue Art den Namen Sphyraenodus hexagonalis in Vorschlag. Fam. PERCIDAE. 4. Serranus Cuv. sp. ind. (Taf. II. Fig. 5, Taf. VI. Fig. 13. und Taf. VII. Fig. 1.) Ich halte für Skelettheile einer grossen Serranus-Art das auf Taf. II. Fig. 5 ab dargestellte Unterkiefer-Fragment, das auf Taf. VI. Fig. 13