Horváth Géza (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 2. (Budapest 1904)
Koch, A.: A beocsini czementmárga kövült halai
DIE FOSSILEN FISCHE DES BEOCSINER CEMENTMERGELS. 4F) gezeichnete Pneoperculum-Bruchstück und die auf Taf. VII. Fig. 1 abgebildete Schwanzflosse, welche ich in der zoologischen Abtheilung des k. k. natnrhistorischen Hofmuseums in Wien mit dem zerlegten Skelet eines grossen Serranus aeneus G-EOFFR. verglichen habe. Das Symphysenende seines Prsemandibulare ist nur um weniges kleiner und besitzt dieselbe Form, wie der Beocsiner Fischrest. Die Oberfläche der Zahnleiste ist dicht mit Bürstenzähnen besetzt, nur vorne sieht man eine Beihe von grösseren Hundszähnen. Dasselbe' Verhältnis bemerkt man auch an dem Beocsiner Piiemandibulare-Bruchstück (Taf. II. Fig. 5 b), an welchem die den herabgefallenen dichtem Zähnen entsprechenden Sockeln auffallend sind. Auch das Prseoperculum-Bruchstück von Beocsin (Taf. VI, Fig. 13) errinnert sehr an jenes von Serranus, ist aber grösser und kräftiger gebaut. Nach den gleichmässigeren Zähnchen des Hinterrandes sind am defecten Unterrande auch hier Spuren von grösseren, aber weniger dichten und divergirenden Zähnen sichtbar. Noch auffallender ist die Ähnlichkeit der Beocsiner Schwanzflosse (Taf. VII. Fig. 1) mit jener der recenten Serranus-Art. Auch deren Strahlen endigen in einer etwas abgerundeten Linie, und sind nicht durch eine Einbuchtung in Lappen getheilt, wie bei der nahe verwandten Gattung Labrax. Vom letzten Schwanzwirbel entspringen die vertikalen Schwanzleisten. Unter diesen sind ilie mittleren zwei Hauptleisten, infolge Zusammenwachsen mehrerer Leisten, auffallend breit; wogegen jene von Serranus aeneus aus je zwei schmäleren Leisten bestehen. In dieser Hinsicht, errinnert der Beocsiner Best mehr an die Schwanzflosse der verwandten Gattung Labra.r. Pie Zahl der Schwanzstrahlen lässt sich wegen der mangelhaften Erhaltung nicht genau bestimmen ; es dürften aber zusammen 24 in beiden Lappen der Schwanzflosse vorhanden gewesen sein. Alles zusammengefasst, kann man auf Grund sämmtlicher Charaktere der beschriebenen drei Skeletfragmente mit genügender Gewissheit auf die Gattung Serranus schliessen, dazu dürften sie aber kaum genügen. um auch die Art bestimmen zu können. Fine fossile Serra nus-Art von dieser Grösse ist aus der Literatur nicht bekannt. Serranus alius KRAMBERGER. welcher aus dem sarmatischen Mergelschiefer von St. Simun bei Agram stammt (op. cit. p. IOl. tab. XXIII. tig. 1), war ebenfalls eine grosso Art. aber die von Beocsin durfte anderthalbmal so gross gewesen sein. An dieser Art sind die vertikalen mittleren Schwanzleisten in je zwei Leisten getheilt. und die Zahl der Schwanzflossenstrahlen dürfte ebenfalls 24 gewesen sein. Seine Schwanzwirbel sind jenen der Beocsiner Art auffallend ähnlich. t*