Horváth Géza (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 2. (Budapest 1904)
Koch, A.: A beocsini czementmárga kövült halai
DIE FOSSILEN FISCHE DES BEOCSINER CEMENTMERGELS. 4F) ergänzen, nach welchem KRAMBERGER diese Art aufgestellt liatte. Nach KRAMBERGER befindet sich sein Exemplar, welches als Geschenk des Bischofs STROSSMAYER in das Agramer Museum gelangte, auf einer weissen Kalkmergel (sarmatisch'?)-Tafel und stammt angeblich von Beocsin. Ich kann nun mit meinem Exemplar seinen Zweifel an der Richtigkeit der Fundortsangabe heben und zugleich constatiren. dass jene Kalkmergeltafel, in welcher die Reste dieser ausgestorbenen Fischart vorkommen, der unteren pannonischen Stufe angehört. Bisher sind mir nur diese zwei Exemplare bekannt, daraus folgt auch, dass sein Vorkommen ein viel selteneres sein müsse, wie das der oben beschriebenen Xferlanyus-Art. An dem Exemplar KRAMBERGER'S ist zwar die Spur des ganzen Fisches vorhanden, jedoch mit vielen Mängeln und Lücken, besonders in der mittleren Gegend des Rumpfes ; wogegen auf meinem Exemplar besonders dieser Theil des Körpers besser erhalten ist, wie an dem Originalexemplar. Beim KRAMBERGER'schen Exemplar beträgt die Länge 32 cm., die Höhe 8*3 cm., während mein Exemplar, aus den beinahe anderthalbmal grösseren Wirbeln geschlossen, bedeutend grösser gewesen sein musste. An meinem Exemplar kann man zwanzig (20) Wirbel zählen, wogegen der ganze Fisch nach KRAMBERGER 16 + 36. also im ganzen •~>2 Wirbel besitzt. Es sind daher an meinem Exemplar ausser den Bauchwirbeln auch noch einige Schwanzwirbel vertreten. Die Wirbel sind alle mehr oder minder viereckig, mit stark eingebogenen Seiten, darauf mit 3 4 Längsleisten und dazwischen mit tiefen Furchen. Der Gestalt nach stimmen selbe vollkommen mit den wenigen, wohl erhaltenen Wirbeln des KRAMBERGER'schen Exemplares. Die Neurapophvsen und Hsemapophysen der Wirbeln stimmen in jeder Hinsicht genau mit der ausführlichen Beschreibung KRAMBERGER'S. so dass ich diese nur wiederholen könnte. Die Rücken- und Afterflossen, so auch deren Flossenträger sind besser erhalten, als am Exemplar KRAMBERGER'S, obgleich sie in ihrer ganzen Länge nicht vorhanden sind. In der Rückenflosse kann man nämlich nur 35 Strahlen zählen, wogegen KRAMBERGER an seinem Exemplar 60 zählte, in der Afterflosse zählte ich etwa 30 Strahlen, wogegen KRAMBERGER deren Zahl am ganzen Fisch auf ca. 45 schätzte. Ihre Form, Biegung und relative Länge, überhaupt alle Merkmale stimmen genau mit der Beschreibung KRAMBERGER'S. Auch das ist bemerkenswerth, dass das Verhältniss der Lage der Flossentr.iger zu den Neuraldornen ganz dasselbe ist. wie es KRAMBERGER bei seinem Exemplare angibt. Es entfallen nämlich auf je zwei Neurapophysen immer 3 Flossenträger auf solche Weise, dass zwischen 2 Apoplivsen 2 Flossenträger hineinreichen, der dritte Flossenträger aber mit