Horváth Géza (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 2. (Budapest 1904)
Koch, A.: A beocsini czementmárga kövült halai
44 D' ANTON KOCH der zweiten Apophyse zusammenfällt, das Ende jedoch sich über die 2-te Apophyse hinausbiegt. Es ist zu bedauern, dass der Zeichner dieses Verliältniss nicht erkannte und es auch nicht consequent zum Ausdruck gebracht hatte, obzwar es in Wirklichkeit auch an meinem Exemplar durchwegs vorhanden ist. Die Spuren der Beschuppung sind in den Zwischenräumen der Knochen an meinem Exemplar scharf ausgedrückt, vom Zeichner jedoch nur verschwommen zum Ausdruck gebracht. Die Schuppen sind wirklich klein, cyclisch gestreift, wie es auch KRAMBERGER betonte; da sie sich aber dachziegelförmig dicht bedecken, kann man nicht deutlich entnehmen. ob sie vollständig kreisförmig oder mehr oval sind, was auch KRAMBERGER nicht entscheiden konnte. Ich kann also nach genauer Yergleichung behaupten, dass mein fraglicher Fischstrunk vollkommen mit dem Brosmius Strossmayeri KRAMBERGER'S übereinstimmt, und nur einem grösseren, nahezu anderthalbmal so grossen Exemplare dieser fossilen Art angehören kann. Es kann also kein Zweifel darüber bestehen, dass diese Art KRAMBERGER'S wirklich aus Beocsin herstammte. Or do : ACANTHOPTERYGH. (Stachel flosser). Farn. SPHYRAENIDAE BLOCH. 3. Sphyraenodus hexagonalis n. sp. (Taf. IV. Fig. 1.. Taf. V. Fig. 1. und Taf. VI. Fig. 1—6.) Die auffallendsten und interessantesten Stücke der Beocsiner Fischreste sind jene mit grossen, etwas gebogenen konischen, reptilienartigen Zähnen besetzten Kieferstücke, welche ich in meinem vorläufigen Bericht auf die recente Sphyraena Barracuda bezogen habe, die ich aber jetzt nach Untersuchung der seither gefundenen und besser erhaltenen Beste in diese recente Gattung nicht einreihen kann. In den Kiefern der Barracuda finden sich nach OWEN je eine Beibe sehr grosser Zähne. Diese sind abgeplattet konisch zugespitzt, scharfkantig, lanzenförmig, an ihrer Basis jedoch dicker und kräftiger. Der erste dieser Zähne ist zweimal so lang, als die weiter nach rückwärts folgenden ; die Grösse der Zähne jedoch nimmt nach hinten in den Kiefern allmählig zu; es finden sich aber unter den grösseren abwechselnd auch kleinere u. s. w. Die Zähne des Beocsiner Fisches sind hingegen weniger abgeplattet, also vollständiger konisch, weniger hakenförmig gekrümmt, und hauptsächlich an ihrer Basis wellig gerunzelt und gestreift, so dass man sie auf den ersten Blick eher für Zähne eines Crocodiliers halten möchte, um so