Horváth Géza (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 2. (Budapest 1904)

Koch, A.: A beocsini czementmárga kövült halai

V ANTON KOCH kommen einer identischen oder ähnlichen grossen Gadoiden-Art nach­weisen würden. Neuestens hat zwar Dr. K. GORJANOVIC-KRAMBERGER * erwähnt, dass er im weissen Mergel von Londjica in Slavonien, welcher seinen fossilen Mollusken nach mit dem Beocsiner Cementmergel voll­kommen übereinstimmt. Schuppen und Kiefer von Gadoiden erhielt ; theilte aber nichts näheres über diese mit, so dass man nicht wissen kann, von welcher Grösse beiläufig diese fossilen Gadoiden sind. Uber fossile Fische der Fam. Gadiclae enthält die Literatur zwar genügend Daten, aber keines lässt sich auf unsere fossile grosse Merl an g us-Art be­ziehen. denn alle beziehen sich auf kleinere Gadus-Arten oder auf solche anderer Gattungen. Eine solche ist z. B. auch der von GERH. VOM RATH (oj). cit. p. 126. Taf. V, Fig. 3) aus dem Glarner Eocäenschiefer zuerst beschriebene Palaeogadus Troscheli, für welchen jedoch Dr. A. WETTSTEIN (op. cit. p. 58. Taf. IÁ. Fig. 1—7.) den ursprünglichen Genusnamen von AGASSIZ wieder aufnimmt, mit Hinzuziehung der beiden AGASSiz'schen Arten (crassus und elonyatus). Diese ausgestorbene Form vereinigt ge­wisse Charaktere des Subgenus Morrhua Ow. und Merlangas Ow. in sich, steht also zwischen beiden Gattungen ; das war aber ein viel kleinerer Fisch, wie der Beocsiner Merlangus, da seine Länge ca. 1 's M. beträgt. Solche sind noch de)- aus dem Inzersdorfer Tegel von STEINDACHNER be­schriebene Phycis Suessi und die aus dem sarmatischen Mergelschiefer von Podsused von KRAMBERGER beschriebenen drei Gadus-Arten, welche in Hinsicht ihres geologischen Alters der Beocsiner Art ziemlich nahe stehen. Nach sämmtlichen Merkmalen, so weit solche festgestellt werden konnten, glaube ich daher, dass wir es mit einer neuen Art zu thun haben. In Hinsicht auf den Ort ihres Vorkommens und auch auf die geologische Stufe ihres Lagers, bringe ich für diese grosse Merlangus­Art den Namen pannonicus in Vorschlag. 2. Brosmius Strossmayeri KRAMB. Dr. DRAG. KRAMBERGER-GORJANOVIC, Die jungtertiäre Fischfauna Croatiens. II. Theil (Beiträge z. Paläont. Oesterr.-Ungarns. Wien. III. B. 1884. p. 69. Taf. XIV. Fig. 1.) (Taf. III. Fig. 1—2.) Auch ein zweites Genus der (radidae, nämlich Brosmius (vulgo : Torsk) ist zwischen den Fischresten des Beocsiner Cementmergels mit einem Körperstrunk vertreten, dessen beide gegenseitige Theile ich zeich­nen liess, weil sie jenes ebenfalls aus Beocsin stammende Exemplar gut * Die Fauna der unterpontischen Bildungen um Londjica in Slavonien. (Jahrb. der k. k. geol. Keichsanstalt. XLIX. 1899. p. 125.)

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