Horváth Géza (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 2. (Budapest 1904)

Győrffy, I.: A magyarföldi flóra új Gymnadenia-faja

248 d; st. györffy See gesammelte und als « G. Frivaldii » bestimmte Pflanze G. albida ist (dies schreibt Dr. DEGEN, in dessen Besitz sich von SIMONKAI gesammelte Gymiiadenia-^xemj)lsiTe befinden); und weil er bios G. albida sammelte, war er in dem Glauben, dass bei uns G Frivaldii gar nicht vorkommt. Doch ist es unzweifelhaft, dass bei uns G. Frivaldii vorhanden ist. 1 G. Frivaldii kann mit G. albida nur bei sehr oberflächlicher Be­trachtungverwechselt werden; beide sind schon - ausser anderen Merk­malen dadurch zu unterscheiden, dass : bei G. Frivaldii: die Knolle gespalten ist ; die Deckblätter sind ein-nervig ; Lippe mit drei abgerundeten Läpp­chen. während bei G. albida : die Wurzel dicker, mehr walzenför­mig ist ; die Deckblätter sind drei-nervig ; von den drei Läppchen der Lippe sind die beiden seitlichen spitzig, zun­genförmig. Man pflegt G. Frivaldii H AMPE auch G. Frivaldszkyana zu nennen; H AMPE sagt in seiner diesbezüglichen (1837) Mittheilung:'- «Die Beschrei­bung dieser neuen Art muss ich mir vorbehalten....» und nennt sie «vorläufig» G. Frivaldszkyana ; ihre Diagnose gab GRISEBACH (1843) 3 und erklärt sie für G. Frivaldii unter der Autorschaft von H AMPE ! Der richtige Name ist also : G. Frivaldii. Die Lippe von G. Frivaldii ist in drei Läppchen getheilt sowohl bei den Exemplaren vom Balkan, wie bei denen von Szarkö. Der freundlichen Mittheilung von Dr. DEGEN habe ich es zu ver­danken, dass ich auch selbst eine solche Barität 4 untersuchen und mich dabei überzeugen konnte, dass die Lippe thatsächlich in drei abgerun­dete Läppchen getheilt und auch länglicher ist, wie die der Exemplare vom Betyezät. Die Lippe von G. Frivaldii ist also — wie wir es im Werke von BEICHENBACH 5 ersehen können — in drei Läppchen getheilt (siehe Icônes 1 Deutschlands Flora von H. G. REICHENBACH 13 u. 14. Bnd: Die Orchida­ceen von H. G. REICHENBACH fil. Leipzig, 1851. Icônes CCCCXX. fig. I, III. 2 Revision der durch den Herrn Dr. Frivaldszky von Frivald in Pest ver­theilten, getrockneten Pflanzen aus der Türkei. Flora od. allg. Zeit. 1837. pp. 230—1. Spicilegium Florae rumelicae et bithynicae exhibens synopsin plantarum quas œst. 1839 legit auct. A. GRISEBACH. Vol. I. Brunsvigae, 1843. p. 363. 4 Dieses Exemplar ist nach seiner beigelegten Etiquette von folgender Stelle : «Flora Albanica. Scardus. Ad lacus (Jezera) montis Crni-Vrh-Planina.» Legit : O. BIERBACH, com. Dr. D EGEN. 5 L. c. Icones CCCCXX.

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