Horváth Géza (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 1. (Budapest 1903)

Förster, F.: Odonaten aus Neu-Guinea III.

538 ' F. förster davon erkennen. Bei ihnen erscheint der Thorax einförmig braungelb oder schmutzig oliv. Von sehr deutlichen Binden oder gar bunten Far­ben. wie sie etwa die Nesoxenien besitzen, kann man allerdings auch bei den Stücken von Neu-Pommern nicht sprechen, das Merkmal ist daher ein sehr unwesentliches. Die typischen Fenicheli von Bongu (WAHNES). Stephansort ( BÍRÓ ) und Simbang (WAHNES) unterscheiden sich am ersten dadurch von denjenigen von Herbertshöhe, dass sie längs der Thorakal­Mittelnaht nicht schwarzbraun sind wie letztere oder nur sehr wenig. Es ist also die Thorax-Vorderseite ganz oder fast ganz oliv. Dr. F. Bis sagt, bei 0. Bismarckianum seien das 10. Segment und die Appendices tief­schwarz. Dies ist nicht richtig. In der Begel ist der untere Anhang ganz roth. einzelne Stücke sind auf den Seiten des 10. Segmentes bräunlich oder schwärzlich, die obern Appendices sind ebenfalls oft dunkler als das Abdomen. Da, wo die Thiere beim Trocknen gelitten haben, sind alle diese Theile oft fast schwarz. Dies gilt auch für die Bongu-Exemplare, für das typische Ü. Fenicheli. Dieses Merkmal ist also belanglos. Grösse der braungelben, basalen Flügelfleckens, Form des Penis. Genitalanhang sind identisch bei Fenicheli und Bismarckianum. Über das Geäder sagt Herr Dr. Bis nichts ausführlicheres, daher sei nachge­tragen, dass alle Thiere von Neu-Pommern in der Begel zwei Hvpertrigo­nales im Vorderflügel, alle von Nü-Neu-Guinea nur eine Hypertrigonal­querader besitzen. Die Grösse ist bei Bismarckianum im allgemeinen eine bedeutendere, ebenso die Zahl der Antenodalqueradern, es gibt aber auch gleichgrosse Bongu-Stücke. So zeichnet einzig die Tendenz zur Ver­düsterung und Vermehrung des Kleingeäders 0. Bismarckianum vor 0. Fenicheli aus, welch ersteres daher nur als eine Subrasse des 0. Fe­nicheli vom Neu-Guinensischen Festlande angesehen werden kann. Die geographische Verbreitung ist nun folgende : 0. Fenicheli-Type: Festland von Neu-Guinea: Astrolabebai (Bongu. Stephansort. 28. XII. 99.), Huongolf (Simbang). 0. Fenicheli Bismarckianum : Neu-Pommern und wahrscheinlich ganzer Bismarck-Archipel, nebst Salomons-Inseln. Orthetrum villosovittatum BRAUER. In meiner Beschreibung des 0. Fenicheli habe ich ausdrücklich er­wähnt, dass die Flügel des J gerade so gefärbt seien, als die des c? (loc. cit. p. 281). Aus der Diagnose des 0. villosovittatum von Dr. F. Bis geht hervor, dass er nicht BRAUER'S Beschreibung des £ Type verglichen hat, sondern irgend ein australisches Sammlungsexemplar. sonst hätte er sofort merken müssen, dass BRAUER, zwei verschiedene Orthetrum-

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