Horváth Géza (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 1. (Budapest 1903)

Förster, F.: Odonaten aus Neu-Guinea III.

odonaten aus nec-guinea. 535 Agrionoptera longitudinális SÉLYS. Easse : biserialis SÉLYS. (A. Karschii FÖRSTER , Term. Füz. 1898. p. 282. tab. 13. fig. 3—4.) In der Wiener Entom. Zeitung, XVIII. Jahrg. Heft V und VI. habe ich mich über die Gattungen Agrionoptera BRAUER und Nesocria KIRBY des nähern ausgelassen. Herr F. KARSCH zieht nun (1. c. 224) Nesocria Woodfordi zu Agrionoptera, auf welchen Vorgang er p. 222 allerdings nur bedingt hinweist. Die von mir für Nesocria KIRBY angegebenen Merk­male hält er für spezifisch. Es würde von grossem Interesse sein, zu er­fahren, wie weit Herr KARSCH in der Auffassung des generischen Merk­mals bei den Libellen geht. Dann würde ich auch imstande sein, in Bezug auf die Gattungsfrage die grosse Inconsequenz der Autoren zu beleuch­ten, was mir aber nicht etwa als eine Folge oberflächlichen Studiums erscheint, sondern in der Schwierigkeit begründet ist. die Naturformen in einen Schematismus zu pressen. Nesocria ist eben ein alter Gattungstypus, wie mir scheint, der durch den stark gewellten Nodalsector Beziehungen zu Orthetrum bat, von welcher Gattung er aber durch die schräg gestellten Dreiecke sofort zu unterscheiden ist. Während sich Nesocria habituell der Gattung Pro­torthemis nähert, spricht das Vorhandensein sehr schräg gestellter Flügel­dreiecke für Agrionopteia BRAUER. Einen Stirnzahn besitzen, wie ich 1. c. p. 172 gezeigt habe, sowohl Agrionoptera als Nesocria und weiterhin Protorthemis. Bei letzter Gattung ist aber der Nodalsector noch schwächer gewellt, die Innenseite der Vorderflügeldreiecke auch nicht mehr so stark schräg nach hinten und aussen gestellt. (Dass KARSCH mit Unrecht die Cratilla metallica BRAUER ZU Protorthemis zieht, ist weiterhin gezeigt.) Will nun F. KARSCH Nesocria KIRBY einziehen, so muss er auch Protor­themis KIRBY einziehen, da er ja die stärkere oder schwächere Unduli­rung des Nodalsectors als spezifisches Merkmal ansiebt, denn sonst bleibt als einziger Unterschied das Vorhandensein von Queradern in den Dis­coidaldreiecken und die plumpere Gestalt, was im allgemeinen Protor­themis von Agrionoptera trennt. (Ersteres Merkmal sieht aber KARSCH, wie es scheint, nicht einmal mehr als spezifisch an, da er die A. papuen­X is SÉLYS von Bongu mit leeren Flügeldreiecken als synonym zu A. similis SÉLYS bringt, welche eine Querader in den Dreiecken der Vorder­fliigel aufweist.) Protorthemis KIRBY gehört demnach auch zum Agrio­noptera-Zweig. Nesoci'ia verbindet Protorthemis mit Agrionoptera, Cratilla KIRBY (durch fast senkrecht gestellte Dreiecke) Protorthemis mit Orthetrum. Ob man diese Untergattungen in eine zusammenwirft oder nicht, ist Privatvergnügen, sobald es sich nur darum handelt. Gattungs-

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